Kritik: Agenten leben einsam (1991)

Kritik: Agenten leben einsam (1991)

Agenten leben einsam

19911 h 37 min
Kurzinhalt

An der Atlantikküste im US-Bundesstaat Maine. Drei Frauen - Tochter, Mutter, Großmutter führen dort eine kleine Pension. Eines Tages liegt am Strand ein bewusstloser Mann (Roger Moore), der wie der leibhaftige James Bond ausschaut. Die Frauen öffnen dem Fremden, der allem Anschein nach auch noch sein Gedächtnis verloren hat, die Tür und das ändert schlagartig ihr Leben. Adam, so nennen die Damen ihren Fund, gerät unter die Fittiche seiner Retterinnen , denn jede möchte ihn für sich haben. Dumm nur, dass Adam nicht so harmlos ist, wie er scheint. Er ist nämlich auf der Flucht vor den Schergen eines Bankiers. Als die Killer herausfinden, wo Adam sich aufhält, gerät die kleine Pension ins Fadenkreuz. Adam steht ein Einsatz à la 007 bevor...

Metadaten
Laufzeit 1 h 37 min
Starttermin 22 September 1991
IMDb Id tt0103784
Detail
Medien
Film-Details Verfügbar
Bewertung Gut
Bilder
Cindy Myers (Blutsbande – Eine Familie zerbricht, 1994; Wechselspiel des Lebens, 1995; All roads lead to Rome, 2015) hat eine nette, romantische und unaufgeregte Komödie geschrieben, die Produzent Jack Schwartzman ausgesprochen gut gefiel, so dass dieser beschloss den Film zu produzieren. Schwartzman war von 1980 bis zu seinem Tod in 1994 mit der Schauspielerin Talia Shire verheiratet und produzierte mit seiner Firma Taliafilm Filme wie den inoffiziellen Bond Film SAG NIEMALS NIE (1983), RAD (1986), KALTER HIMMEL (1991) und zuletzt noch EINE HEIßE AFFÄRE (1995) bei dem seine Frau Regie führte. Talia Shier wurde durch ihre Rolle in DER PATE Trilogie bekannt und dürfte vielen vor allem durch ihre Rolle als Slys Ehefrau in ROCKY (1976) bekannt sein. Nach DIE PROPHEZEIUNG (1979) arbeitete Shire häufig in Produktionen ihres Mannes mit wie RAD und KALTER HIMMEL. Für die Rolle der Großmutter wurde die großartige kanadische Schauspielerin Colleen Dewhurst verpflichtet, die auch einige Male mit John Wayne zusammengearbeitet hatte wie beispielsweise bei DIE COWBOYS (1972). Aber Dewhurst arbeitete neben ihren Theaterengagements auch mit Leuten wie Woody Allen in DER STADTNEUROTIKER (1977) zusammen. Ein besonderes Vergnügen dürfte ihr die Arbeit an dem Julia Roberts Film ENTSCHEIDUNG AUS LIEBE (1991) gewesen sein, wo sie mit ihrem Sohn Campbell Scott drehen konnte. AGENTEN LEBEN EINSAM, ihr folgender Film war jedoch auch Dewhusts letzter Film. Sie verstarb am 22. August 1991 an den Folgen ihrer schweren Krebserkrankung noch vor der Veröffentlichung dieses Films. Letzte im Bunde der drei Frauen ist Nina Siemaszko, die unmittelbar nach diesem Film die Hauptrolle in dem Kassenflop WILDE ORCHIDEE II (1991) übernahm. Danach spielte sie in Filmen wie HELLO, Mr. PRESIDENT (1995) und SUICIDE KINGS (1997) mit. Der große Star und Kassenmagnet dieses Filmes ist aber zweifelsohne Roger Moore. Dieser hatte fünf Jahre zuvor letztmals seine Paraderolle des Geheimagenten James Bond 007 – IM ANGESICHT DES TODES gespielt und sich dann erst mal für Jahre aus dem Filmbusiness zurückgezogen (mit Ausnahme einer Sprechrolle in THE MAGIC SNOWMAN, 1987), bevor er sich 1990 mit dem Willy Bogner Spektakel FEUER, EIS UND DYNAMIT zurück meldete. Anschließend spielte Moore mit Michael Caine zusammen in BULLSEYE – DER WAHNWITZIGE DIAMANTEN COUP (1990) bevor es zu den Dreharbeiten zu AGENTEN LEBEN EINSAM nach York Beach im US Bundesstaat Maine ging. Anschließend legte Moore abermals eine dreijährige Schaffenspause ein.
Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

Die Bilder stammen von Kameramann Peter Sova (American Diner, 1982; Good morning, Vietnam, 1987; Wunsch und Wirklichkeit, 1998). Mit der musikalischen Untermalung wurde David Shire, der Bruder von Talia, beauftragt. David Shire ist für seine Arbeit an Filmen wie 2010 – DAS JAHR IN DEM WIR KONTAKT AUFNAHMEN (1984), NUMMER 5 LEBT! (1986), oder DER AFFE IM MENSCHEN (1988) bekannt. 1990 erhielt David Shire zusammen mit Norman Gimbel den Oscar für den Besten Song IT GOES LIKE IT GOES aus dem Film NORMA RAE.
Mit sichtlicher Spielfreude gibt Roger Moore hier noch einmal den viel umschwärmten Hahn im Korb, der charmant den drei Damen den Kopf verdreht. Von besonderem Witz sind Moores Rededuelle mit der scharfzüngigen und sauertöpfischen Shire, die den eigentlichen Reiz dieses Filmes ausmachen. Abgesehen vom Spielwitz und dem Charme der Darsteller handelt es sich bei diesem Film jedoch um ein zwar interessantes, aber unspektakuläres Werk. Der Film kam in den USA erst über ein Jahr nach Fertigstellung am 07.08.1992 in die Kinos, lief jedoch ohne großen Erfolg. In Deutschland wurde auf eine Kinoauswertung verzichtet und so erlebte der Film seine Premiere am 23. September 1991 auf Video. (Zsolt)


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