Kritik: Am Anfang war das Feuer (1981)

Kritik: Am Anfang war das Feuer (1981)

Am Anfang war das Feuer

19811 h 36 min
Kurzinhalt

Der urzeitliche Stamm der Ulam wird von den Neanderthalern überfallen und besiegt. Schlimmer als die schmachvolle Flucht in die Sümpfe ist jedoch der Verlust des Feuers ohne dem Hunger- und Erfrierungstod drohen. Daher begeben sich drei junge Männer auf die Suche nach dem lebensspendenden Feuer, das weder die Ulams noch die Neanderthaler selbst entfachen können.

Metadaten
Laufzeit 1 h 36 min
Starttermin 16 Dezember 1981
IMDb Id tt0082484
Detail
Medien
Film-Details Verfügbar
Bewertung Gut
Bilder
Eine Gruppe Neandertaler hat offenbar seit längerer Zeit schon die Vorzüge des Feuers entdeckt. Es spendet Licht, hält die Tiere fern und die Höhle warm. Die Gruppe hat sich an den Luxusartikel gewöhnt und ist von ihm abhängig. Umso schwerwiegender trifft es die Gemeinschaft, dass die Flamme nach einem Angriff durch eine Homo erectus-Horde erlischt. Offenbar ist keine der mitteleuropäischen Menschenaffenarten in der Lage das Feuer selbst zu erzeugen und so muss es eben von anderen Stämmen geraubt werden. Drei Krieger werden nun vom Stammesältesten beauftragt eine neue Flamme zu beschaffen. Dabei durchstreift die kleine Gruppe die Gefahren der Vorzeit und stößt nebst unwirklichen Landschaften und wilden Tieren auch auf andere Stämme.
„Am Anfang war das Feuer“ erzählt in beeindruckenden Bildern eine einfache Geschichte von den Ursprüngen der Menschheit. Zu den klassischen Grundbedürfnissen gesellen sich bald auch Gefühle wie Sehnsucht, Freundschaft und Liebe. Der frühe Mensch wird von Annaud beeindruckend – wenn auch wahrscheinlich nur bedingt authentisch – eingefangen und in einer Abenteuergeschichte verbildlicht. Dabei lebt der Film ausnahmslos von seinen Bildern, denn die Sprachen der Frühmenschen sind nicht verständlich und bewusst nicht untertitelt. So wird natürlich einerseits Authentizität suggeriert, andererseits aber der Focus auch auf Körper- und Bildsprache gelenkt. Und eben diese ist absolut überzeugend, glaubwürdig und sehenswert. Ergänzt wird die Bildgewalt mit passender, aber stets dezenter musikalischer Untermalung die sich nie in den Vordergrund drängt oder mit den Bildern konkurriert.
So ist Annaud hier ein kleines Meisterwerk gelungen, welches mit Make-Up- und Maskendesign, Outfits und Kostümen, Landschaftsaufnahmen und Dramatik zu überzeugen weiß. Lediglich die erzählte Geschichte ist doch etwas simpel ausgefallen und den Erwartungen eines modernen Publikums angepasst worden.
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