Blue Velvet (1986)

Blue Velvet (1986)

Plakat von "Blue Velvet"

Blue Velvet (1986)

16 116 min - Drama, Krimi, Mystery, Thriller - 1 Januar 1986
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Jeffrey findet ein abgeschnittenes Ohr - ein alptraumhafter Trip in die Welt von Sex, Gewalt und Sado-Maso beginnt. Auf der Suche nach einem vermeintlichen Verbrecher dringt er heimlich in die Wohnung der erotischen Nachtclub-Sängerin Dorothy ein. Entsetzt wird er Zeuge einer Vergewaltigung und findet heraus, dass sie von dem perversen Lüstling erpresst wird, der ihren Mann und ihr Kind als Geiseln genommen hat. Zusammen mit der Tochter des Sheriffs, die ihn mit Tipps versorgt, gerät Jeffrey in einen Teufelskreis von Perversionen, in den auch die örtliche Polizei und eine Rauschgiftbande verstrickt ist. Als Jeffrey entdeckt wird, ist es zu spät um auszusteigen. Aus seinem Detektivspiel wird ein Kampf um Leben und Tod...

Director:  David Lynch

Storyline

Jeffrey findet ein abgeschnittenes Ohr - ein alptraumhafter Trip in die Welt von Sex, Gewalt und Sado-Maso beginnt. Auf der Suche nach einem vermeintlichen Verbrecher dringt er heimlich in die Wohnung der erotischen Nachtclub-Sängerin Dorothy ein. Entsetzt wird er Zeuge einer Vergewaltigung und findet heraus, dass sie von dem perversen Lüstling erpresst wird, der ihren Mann und ihr Kind als Geiseln genommen hat. Zusammen mit der Tochter des Sheriffs, die ihn mit Tipps versorgt, gerät Jeffrey in einen Teufelskreis von Perversionen, in den auch die örtliche Polizei und eine Rauschgiftbande verstrickt ist. Als Jeffrey entdeckt wird, ist es zu spät um auszusteigen. Aus seinem Detektivspiel wird ein Kampf um Leben und Tod...


Tagline: Verbotene Blicke

Detail

Official Website: 
Country:   Vereinigte Staaten
Language:  Englisch
Release Date:  1 Januar 1986

Box Office

Budget:  $6.000.000
Revenue:  $8.618.766

Company Credits

Production Companies:  DEG

Technical Specs

Runtime:  1 h 56 min

„Blue Velvet“ zeigt augenscheinlich eine Welt, die auf den ersten Blick perfekt scheint. Die Sonne steht hoch am Himmel, der in blauen Farben strahlt. Gepflegte Vorgärten reihen sich aneinander, während wohlerzogene Schulkinder vorbildlich jenen Ort der Bildung besuchen, der sonst so verschmäht wird. Man grüßt sich in dem Städtchen Lumberton und keine Menschenseele würde je einen fiesen Hintergedanken aushecken – so zumindest der erste Eindruck. Nur wer genauer hinsieht, wird den düsteren Abgrund der amerikanischen Kleinstadt-Idylle entdecken, der mit der eingangs beschriebenen schönen „Scheinwelt“ nichts mehr gemein hat.

Bilder von "Blue Velvet"
© 1986 DEG − Alle Rechte vorbehalten.

 

So ereignet es sich eines Tages, dass der junge Jeffrey Beaumont (Kyle MacLachlan) eine grausige Entdeckung macht: Mitten auf einer grasgrünen Wiese liegt ein Ohr!Gemeinsam mit der Polizistentochter Sandy Williams (Laura Dern) macht er sich auf die Suche nach Hinweisen, wem dieses Ohr gehören könnte. Dabei treffen die beiden auf Dorothy Vallens (Isabella Rossellini), eine verführerische Nachtclubsängerin, die von dem sadistischen Bösewicht Frank Booth (Dennis Hopper) terrorisiert wird.

Durch ein abgetrenntes, menschliches Ohr gelangt der Zuschauer, wie durch ein Portal geführt, von bewusst übertrieben-inszenierter Kulisse der humanen Pseudo-Reinheit in die Welt des Schmutzes und der niederen, düsteren und teils abartigen Gefühle der Menschen.

Bilder von "Blue Velvet"
© 1986 DEG − Alle Rechte vorbehalten.

Kyle McLachlan’s Charakter fungiert dabei als Mittler zwischen diesen Welten, denn er funktioniert in beiden. Die Kontraste bilden Laura Dern als prinzessinnen-hafte, personifizierte Unschuld und Güte, sowie Dennis Hopper, welcher, nach überstandenem Alkohol,-und Drogenentzug, die ihm von David Lynch gebotene Comeback-Chance ergriff und die von perversen Gelüsten getriebene sowie von wahnsinniger, stets rezidivierender Raserei, unter wer weiß was für dämonischen, ständig mitgeführten Gasen, fremdgesteuerte Bestie Mensch in Perfektion darbietet. Isabella Rosselini wird die Opferrolle zuteil, ihr labiler Filmcharakter schwankt sowohl geistig als auch körperlich zwischen „Gut und Böse“.

 

Als Inspiration für Blue Velvet diente dem verschrobenen Hollywood-Weirdo der gleichnamige Song von Bobby Vinton, der 1964 veröffentlicht wurde.

„Durch das Lied kam ich auf die Idee mit dem Geheimnis, das sich hinter der Fassade einer ruhigen Kleinstadt verbarg.“ D.L.

Bilder von "Blue Velvet"
© 1986 DEG − Alle Rechte vorbehalten.

Regisseur Lynch wollte eigentlich Maler werden, sein durch kluge Kameraarbeit und durchweg gelungene „Film Noir-Elemente“ optimiertes Schaffen in „Blue Velvet“ mutet häufig als düsteres, bewegtes Gemälde an, in welchem stetig-stilistisch die Farben BLAU, ROT und WEIß in verstörenden Traumsequenzen auftauchen.

 

Diese Detailverliebtheit und sein Hang zu einem perfekt-passenden Score tragen dazu bei, dass dieser Film nicht nur als modernes Märchen, indem das „Gute“ wie zu allen Zeiten (fast) dem „Bösen“ verfällt, sondern auch als Lynch’s zugänglicherer, weil schonungslos-offener Streifen gelten sollte.

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