Cliffhanger (1993)

Cliffhanger (1993)

Cliffhanger

The height of adventure.

19931 h 52 min
Kurzinhalt

Gabe Walker gilt als bester Mann der Bergwacht in den Rocky Mountains, doch nach einem tragischen Unfall hat er sich geschworen, nie wieder einen Fuß in die Berge zu setzen. Mehr als ein Jahr ist vergangen, als ein Flugzeug in den Rockys abstürzt, und nur der Beste kann die Überlebenden vor dem sicheren Tod bewahren. Für Walker eine Frage der Ehre und so entschließt er sich, erneut den Aufstieg zu wagen. Doch was Walker auf dem Gipfel erwartet, stellt sogar ihn auf eine harte Probe.

Metadaten
Regisseur Renny Harlin
Laufzeit 1 h 52 min
Starttermin 28 Mai 1993
IMDb Id tt0106582
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Sehr Gut
Sylvester Stallone liefert mit “Cliffhanger” ein Dekaden-typisches 90er-Actionvehikel grundsolide ab, ohne zu glänzen, aber auch ohne zu versagen. Seine Rolle des posttraumatisierten Bergführers, der es bei einer Rettungsaktion mit Gangstern zu tun bekommt, hätte, mitsamt des schicksalhaft-beteiligten Casts der “Guten”, mehr Tiefe vertragen können, was die Schwächen des Films gnadenlos offenbart: Eine dünne Storyline, gespickt mit schwachen, teils sogar dümmlichen Dialogen. Actiontrash kann so etwas vertragen und trotzdem begeistern, ein ernstgemeintes Actiondrama wie CLIFFHANGER, wo es auch auf Glaubwürdigkeit ankommt, hätte mehr liefern können oder gar müssen.

Auch auf der Seite der “Bösen” wurde sich zu sehr auf Hauptantagonist John Lithgow verlassen, der zweifelsohne herrlich-gemein und teuflisch-verschlagen aus dem gesamten Ensemble deutlich herausragt, wohingegen die restlichen Fieslinge als, z.T. im wahrsten Sinne des Wortes, “FALLOBST” vergeudet werden. Sicherlich ist dies alles absolut genretypisch, jedoch gibt es im Actionsegment, trotz vermindertem Plot-Fokus, darstellerische Glanzlichter bei ähnlich gelagerter Charakterisierung, wie z.B. fünf Jahre zuvor, in DIE HARD (Willis vs. Rickman). Interessant wäre diesbezüglich der ursprünglich geplante Oberschurken-Cast gewesen: Stallone wäre wohl noch deutlicher von Christopher Walken “an die Wand gespielt” worden, als ohnehin schon von Lithgow. Trotzdem fällt Sly’s Performance insgesamt akzeptabel aus, obwohl er es eigentlich viel besser kann. Eigenreferenziell sei dabei, fünf Jahre später, seine starke Darbietung in COP LAND (USA 1997) zu nennen. Seine Rolle dort war dramaturgisch vergleichbar gestaltet, obwohl sich zur seelischen Desillusioniertet noch körperliche Versehrung gesellte.

Auf der Habenseite prunkt Renny Harlin’s bekanntes und bewährtes Gespür für stringent inszenierte Non-Stop-Action und durchgehende, kurzweilige Spannung. Highlights bieten außerdem die ausgezeichnete Stuntarbeit, das beeindruckende Natur-Setting im eisigen Schnee der Rocky Mountains und die audiovisuellen Effekte, welche 1994 sogar Oscar-nominiert waren, neben der ebenfalls zur Auszeichnung vorgesehenen, brillant-präzisen Ton-Arbeit.

“Cliffhanger” pendelt sich insgesamt im überdurchschnittlichen Mittelfeld des schnörkellosen Actiongenres dieser Ära ein. (Johnny)


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