Kritik: Das Grauen kommt um Zehn (1979)

Kritik: Das Grauen kommt um Zehn (1979)

Das Grauen kommt um Zehn

19791 h 37 min
Kurzinhalt

Die Highschool-Babysitterin Jill wird eines Abends während sie Dienst tut, von einem Anrufer terrorisiert. Entnervt bittet sie die Polizei, den Anrufer festzustellen, als er sich schon wieder meldet und ihr die berühmte Frage "Haben sie schon nach den Kindern gesehen?" stellt. Tatsächlich findet sie die Kinder ermordet auf und erfährt kurz darauf, daß die Anrufe aus demselben Haus kommen. Knapp kann sie dem Killer entkommen, dieser wandert ins Gefängnis. Sieben Jahre später jedoch kommt er wieder frei und die Anrufe bei Jill, jetzt selbst Mutter, beginnen wieder.

Metadaten
Regisseur Fred Walton
Laufzeit 1 h 37 min
Starttermin 26 Oktober 1979
IMDb Id tt0080130
Detail
Medien
Film-Details Verfügbar
Bewertung Gut
“Das Grauen kommt um Zehn” ist ein 1979 entstandener Horrorthriller, der von Fred Walton inszeniert wurde. Berühmt wurde der Streifen durch seine ersten 15 Filmminuten, die sich an der Überlieferung “The Babysitter and the Man upstairs” orientiert und aus einer ganz normalen Szene den Mega-Suspence bezieht. Es geht darin um die junge Babysitterin Jill Johnson (Carol Kane), die auf die Kinder von Dr. Mandrakis (Carmen Argenziano) aufpassen soll. Die Eltern gehen aus, aber die beiden Kinder schlafen schon und Jill soll sie am besten gar nicht wecken. Also bleibt Jill unten und telefoniert noch mal kurz mit ihrer Freundin.
Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

Thema des Gesprächs sind natürlich die Jungs. Sie legt auf, dann klingelt es nochmals. Der anonyme Mann an der anderen Leitung fragt “ob sie schon nach den Kindern gesehen hätte”…ein verstörendes Gespräch, der Mann legt auf. Ruft aber kurze Zeit später schon wieder an und wiederholt seine irritierende Frage. Ist Jill Opfer eines üblen Telefonstreichs, wie der Polizist meint, den sie telefonisch um Hilfe bittet. Alles spielt sich in der Wohnung der Mandrakis ab und wird so zum großen Verbrechen, dass den Mörder, einen englischen Seemann namens Curt Duncan (Tony Beckley) in die forensische Abteilung der Psychiatrie bringt. Jahre später kann der Patient aber entfliehen und versteckt sich auf der Straße – ohne eine Bliebe zu haben. Seine Zuflucht ist das Obdachlosenheim und dunkle Bars. Dort lernt er die resolute Tracey (Coleen Dewhurst) kennen, die er darum bittet, dass er bei ihr übernachten kann. Die Frau wirft ihn aber raus. Inzwischen ist auch der Bulle von einst, Officer John Glifford (Charles Durning) hinter ihm her. Er arbeitet inzwischen im Auftrag von Mandrakis als Privatdetektiv. Die Schlinge um den Hals des Killers zieht sich immer mehr zu…
Bilder von ""

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Dabei gelingt Walton ein selten geglücktes Beispiel für eine starke Killerfigur, die darüber hinaus durch die Mitleidlosigkeit und Aggression seiner Mitmenschen als armes, gehetztes Tier – ohne Aussicht auf eine Zukunft – wahrgenommen wird. Das schmälert aber seine Gefährlichkeit nicht, im Gegenteil: Es macht ihn umso glaubwürdiger. 2006 entstand mit “Unbekannter Anrufer” ein Vergessens wertes Remake, das nicht mal in Ansätzen an die Qualität der Vorlage heranreicht. Diese ist ein sehr gutes, typisches Beispiel eines kalten, unterkühlten 70er Jahre Thrillers mit dreckigen, nicht gerade einladender Location. Die Szene, in der aufgrund der Fangschaltung klar wird “dass der Anrufer vom gleichen Anschluss, also von Haus aus, anruft” schrieb Horrorfilmgeschichte und gilt als einer der spannendsten Szenen des Horrorfilms. Eine gute Ensembleleistung der Darsteller Charles Durning, Carol Kane, Coleen Dewhurst und Tony Beckley machen den heute leider etwas in Vergessenheit geratenen Thriller zum spannenden Erlebnis. (Zsolt)
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