Der Coup (1971)

Der Coup (1971)

Der Coup

19712 h 00 min
Kurzinhalt

Eine vierköpfige Gangsterbande raubt Diamanten aus einer Villa in Athen. Der Polizist Zacharia ist auf der Suche nach dem Anführer Azad. Nur will er ihn nicht verhaften, sondern die Beute selbst einkassieren. Ein spannendes sowie humorvolles Katz-und-Maus-Spiel beginnt...

Metadaten
Regisseur Henri Verneuil
Laufzeit 2 h 00 min
Starttermin 27 Oktober 1971
IMDb Id tt0068347
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Sehr Gut
Bilder

1971 drehte Henri Verneuil einen Thriller der nicht nur für Belmondo-Fans eine Empfehlung ist. Es war nicht der erste Film mit dem Gespann Belmondo und Verneuil – doch in meinen Augen zählt “Der Coup” zu den besten Filmen. Schon ein paar Jahre zuvor machte Regisseur Verneuil mit den Film “Der Clan der Sizilianer” (1969) auf sich aufmerksam. Er schaffte es in “Der Coup” Thriller-Elemente mit Action-Szenen zu vereinen und erreichte damit einen spannenden, temporeichen Film mit Star-Besetzung. Allen voran Jean-Paul Belmondo, der französische Schauspieler der nicht nur in seinem Heimatland erfolgreich und bekannt ist. Vor allem das viele seiner Stunts er selber absolviert hat, nur wenige Male musste ein Stuntman in seine Rolle schlüpfen und gewisse Szenen übernehmen. Ähnlich wie Jackie Chan, jedoch mit weitaus weniger Unfällen, Knochenbrüchen und Operationen. Was in “Der Coup” besonders bemerkenswert ist, ist die Auto-Verfolgungsszene die satte 13 Minuten Spielzeit einnimmt. Zu einer Zeit wo man noch nicht an CGI dachte, bzw. ahnte was Jahre später möglich gewesen wäre. Es geht hier mit rasanten Wendemanövern auf Parkplätzen bis hin zu hinabfahren von Treppen, durch kleine Fußgänger-Tunnel hindurch und vieles mehr. Hier ist klar zu erkennen, das man sich am amerikanischen Original “The Bullit” orientierte und wahrscheinlich versuchte noch einen drauf zu setzen. Doch nicht nur die Action-Szenen sind ein WOW-Effekt wert, auch die Dialoge zwischen Azad (Belmondo) und Zacharia (Sharif) sind eine Augen und Ohrenweide. Eine Szene in einem Lokal mit allerlei Köstlichkeiten aus den verschiedenen Landen, wo der Gute und der Böse, wobei hier eher der Cop (Sharif) der Böse ist ist ein Genuss. Das zähe verhandeln über die Beute des Raubes und die dazu gehörigen Spitzeleien runden das Gesamtbild ab. Zwar wirken die Dialoge etwas locker und humorvoll, der der tiefe Unterton verrät das hier weitaus mehr steckt. Omar Sharif mimt in “Der Coup” den skrupellosen Polizisten Abel Zacharias, der Azad (Belmondo) nicht nur einmal begegnet und ihn ordentlich zusetzt. Belmondo mimt hier einen friedvollen Artgenossen der sich gegen den Widerling, der vor Coolness trieft durchsetzen muss. Das Kammerspiel der beiden Charaktere, Schauspieler ist allein schon eine Empfehlung für den Film wert. “Der Coup” bietet eine interessante Story, mit zahlreichen Wendungen und entschädigt noch dazu mit wundervollen Locations. Die Sets wirken stimmig und aufwendig in Szene gesetzt. Verstärkt wird der visuelle Eindruck noch mit einem passenden Score vom Meister Ennio Morricone. Die immer wiederkehrenden Kompositionen unterstreichen das Flair, Charme des Films immens. Mal dezent, mal etwas stärker im Vordergrund aber immer ohne aufdringlich zu wirken. (Stefan)


 

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