Kritik: Der Mann mit den Röntgenaugen (1963)

Kritik: Der Mann mit den Röntgenaugen (1963)

Der Mann mit den Röntgenaugen

19631 h 20 min
Kurzinhalt

Der Wissenschaftler Dr. Xavier arbeitet an einem Mittel, das die Sehkraft des menschlichen Auges erhöhen soll. Zunächst von einer Stiftung finanziert, muss er bald ohne Unterstützung weiterarbeiten. Xavier entwickelt ein Serum, das er X nennt. Unter der Aufsicht seines Freundes Dr. Brant macht er einen Selbstversuch. Das Serum zeigt sofort Wirkung. Der begeisterte Xavier träufelt sich daraufhin immer wieder die Flüssigkeit in die Augen und kann bald darauf sogar durch Gegenstände sehen. Brant, der inzwischen von der Gefährlichkeit des Serums überzeugt ist, rät Xavier, mit den Versuchen aufzuhören. Xavier hört jedoch nicht auf ihn. Es kommt zum Streit, und während des Handgemenges stößt Xavier seinen Freund ungewollt durch ein Fenster. Xavier flüchtet, da er nun wegen Mordes von der Polizei gesucht wird.

Metadaten
Regisseur Roger Corman
Laufzeit 1 h 20 min
Starttermin 13 Juli 1963
IMDb Id tt0057693
Detail
Medien
Film-Details Verfügbar
Bewertung Sehr Gut

Trash-Ikone ROGER CORMAN drehte mit “Der Mann mit den Röntgenaugen” einen kurzweiligen Swingin’-Sixties-Flick mit, aus heutiger Sicht, kultigem Anspruch im SciFi-Segment. Zynisch-humorvoll geht es dabei zu, gespickt mit gesellschaftskritischen Spitzen, wobei Hauptdarsteller RAY MILLAND diesen konträren Spagat bravourös meistert und diese dramaturgisch unterschiedlichen Anleihen homogen zu einem runden Ganzen verbindet. Sowieso ist alles auf den MANN MIT DEN RÖNTGENAUGEN zugeschnitten und fokussiert, wobei der übrige Cast grundsolide bis unbeschwert blass bleibt.

Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

Sei es drum, denn der Streifen spielt genüsslich mit seiner originellen Grundidee, dessen dramatische Abwärtsspirale angemessen Spielzeit frisst und dabei immer wieder mit psychedelischen Farbexperimenten und Wahrnehmungsfantasien glänzt, vor allem aus der Ego-Perspektive von “Professor X”, und damit den Grundstein für die durchgehend gespenstische Atmosphäre legt, deren Spannungskurve dadurch nur selten stockt und nie wirklich abreißt.

Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

Der Film hätte in seinen ernsten Momenten deutlich im Ouevre ALFRED HITCHCOCK’S stehen können, wäre da nicht der immer wieder aufblitzende, typisch CORMAN’SCHE Stil überzogener Provokation, welcher stets zum bitteren Schmunzeln einlädt, bis einen das grandiose und selten so hart und endkonsequent gezeichnete Finale schockiert vor dem Bildschirm zurücklässt.


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