Der Prinzipal (1987)

Der Prinzipal (1987)

Der Prinzipal

Einer gegen alle

19871 h 49 min
Kurzinhalt

Rick Latimer hält nichts von Gewaltlosigkeit. Daher wird der Lehrer als Direktor an die berüchtigte Brandel-Highschool versetzt, wo Drogen und Gewalt an der Tagesordnung sind. Die Lehrer an dieser Schule haben den Kampf gegen die Gang, die den Schulalltag beherrscht, schon lange aufgegeben. Latimer findet nur wenige Verbündeten: die Lehrerin Hilary Orozco und den Hausmeister Jake Phillips.

Metadaten
Regisseur Christopher Cain
Laufzeit 1 h 49 min
Starttermin 18 September 1987
IMDb Id tt0093780
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Sehr Gut
JAMES BELUSHI zeigt in THE PRINCIPAL, dass er schauspielern kann. Der Ulknudel gelingt die stimmige Balance zwischen TRAGI und KOMIK, sein “Rektor” wirkt dabei moralinbefreit bis “hart, aber herzlich”, d.h. glaubhaft, gerade auch in Verbindung mit “Badass-Hausmeister” LOUIS GOSSETT JR. Das Duo funktioniert und harmoniert somit auch als BUDDY-ACTION-Konzept, welches in den Achtziger Jahren häufig erfolgreich gescripted wurde. BELUSHI konnte zudem Vieles seines Screenplays positiv für RED HEAT (USA 1988 – WALTER HILL) übernehmen, sodass auch ein in seinen schauspielerischen Fähigkeiten ähnlich limitierter Co-Star wie ARNOLD SCHWARZENEGGER derart profitieren konnte, dass sich das “Buddy-Doppel” gegenseitig aufwertete.
Bilder von "Der Prinzipal"

© 1987 ML Delphi Premier Productions − Alle Rechte vorbehalten.

Wie bereits kurz erwähnt, fehlt der “erhobene Zeigefinger” im vorliegenden Streifen von CHRISTOPHER CAIN, denn BELUSHI’S Charakter ist mitnichten der vorbildhafte “Überlehrer”, sondern schwankt zwischen verschämtem Alkoholismus und mühsamer Aggressionsbewältigung. Apropos, die Gewaltspitzen in THE PRINCIPAL sind wohl dosiert und ungeschönt austariert, wobei den vermeintlichen Antagonisten der “Schul-Gang” der charakterliche Wandel “vom Saulus zum Paulus” einen Hauch zu spielend bis unauthentisch gelingt. Sei es d’rum, denn THE PRINCIPAL begreift sich eben nicht nur als bierernstes Drama, sondern als derber Unterhaltungsfilm nebst lockerer Sozialkritik.
Bilder von "Der Prinzipal"

© 1987 ML Delphi Premier Productions − Alle Rechte vorbehalten.

“Political Correctness” lässt sich auch mit der stärksten Lupe kaum finden, umso erfrischender und unverfälschter wirkt das starke bis solide Spiel aller Protagonisten, sodass insgesamt ein überaus sehenswertes 1980er-Action-Dramödchen bleibt, was sich selbst nicht zu ernst nimmt, sondern sozio-gesellschaftliche Missstände mit lässigem Understatement anprangert, anstatt mit der “Biedermeier-Moralkeule”, was einer innerstädtischen US-Mega-City-Problembezirk-Highschool dieser Zeit auch mitnichten gerecht geworden wäre und THE PRINCIPAL den Bonus des durchaus ernstzunehmenden Milieudokuments, neben aller plakativer Hollywood-Maschinerie, gekostet hätte. (Johnny)


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