Der Turm der lebenden Leichen (1972)

Der Turm der lebenden Leichen (1972)

Der Turm der lebenden Leichen

19721 h 30 min
Kurzinhalt

Auf einer Felseninsel werden Leichen und eine traumatisierte Überlebende gefunden und da ein goldenes Schwert, das auf einen Schatz hindeutet, als Mordwaffe diente, startet eine Forscherexpedition inklusive eines Ermittlers, der die Unschuld der in Mordverdacht stehenden Überlebenden beweisen will, zur Insel und wird dort ebenfalls mit dem Grauen konfrontiert.

Metadaten
Regisseur Jim O'Connolly
Laufzeit 1 h 30 min
Starttermin 19 Mai 1972
IMDb Id tt0068716
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Sehr Gut
Auf einer Felseninsel werden Leichen und eine traumatisierte Überlebende gefunden und da ein goldenes Schwert, das auf einen Schatz hindeutet, als Mordwaffe diente, startet eine Forscherexpedition inklusive eines Ermittlers, der die Unschuld der in Mordverdacht stehenden Überlebenden beweisen will, zur Insel und wird dort ebenfalls mit dem Grauen konfrontiert.
“Turm der lebenden Leichen” ist für mich eine positive Überraschung, da bisher nicht sonderlich Gutes über den Film zu vernehmen war und der Titel auch nichts Weltbewegendes erwarten lässt.
Der Zuschauer wird zu Beginn gleich ins Wasser bzw. auf die Insel geworfen und wie die beiden Seeleute mit dem Grauen in Form der Leichen und der panisch schreienden und mit dem Messer um sich stechenden Überlebenden bekanntgemacht. Danach werden die einzelnen Expeditionsmitglieder vorgestellt und es geht wieder auf die Insel, wo die Bedrohung ständig präsent ist, obwohl eine ganze Zeit lang nichts Mordsmäßiges passiert. Zwischenzeitlich wird beim Doktor auf dem Festland die Psyche der Überlebenden durchleuchtet (im wahrsten Sinne des Wortes, denn es kommen blinkende Glühbirnen in allen möglichen Farben zum Einsatz) und in Form von Rückblicken erfahren wir, was wirklich der Frau und ihren Freunden auf der Insel widerfuhr, ohne jedoch zu erkennen, wer oder was genau die Morde begann. Danach geht auf der Insel die Luzie ab, um in einem feurigen Parafin-Finale zu münden.
Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

Umgesetzt ist das Ganze kostengünstig, was aber bei mir keinen negativen Eindruck hinterließ, denn der klassischen Horrorfilm Atmosphäre tut dies keinen Abbruch. So wurde augenscheinlich nicht auf einer echten Felseninsel und auch nicht in einem echten Turm, sondern in Studiokulissen gedreht, was mir optisch sehr gut gefällt.
Optisch ebenfalls sehr gut gefallen mir die weiblichen Darstellerinnen, die größtenteils den freien Geist der 60er/70er Jahre ausleben. Mimisch reißen sie wie ihre männlichen Kollegen zwar keine Blumentöpfe aus und gewinnen auch keine Bäume, aber die Leistungen liegen durchweg im ordentlichen Bereich und schön schreien können sie sowieso.
Mit der Enthüllung, was für ein Wesen der Inselunhold wirklich ist, wird bis kurz vor Schluss gewartet und hier darf man ein wenig enttäuscht sein, denn die Maske kann weniger überzeugen und wenn man dem deutschen Titel entsprechend von wandelnden Toten ausgeht, hat man eh schon verloren, denn diese sucht man vergebens.
Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

Die blutigen Effekte sind spärlich gesät und überwiegend am Anfang und am Ende vorzufinden. Diese sind dann dem Entstehungsjahr entsprechend züchtig ausgefallen, verfehlen ihre Wirkung jedoch nicht, da sie stimmig in Szene gesetzt wurden. Nett anzusehen ist am Anfang, dass just in dem Moment, wo eine Leiche oder eine abgetrennte Hand gefunden wird, ein knuffiger einzelner Krebs vom Fundobjekt krabbelt. Aber auch das Abbild des Baal, der sich als Waldschrat mit Gangsterrapperfingerpose entpuppt, ist nicht von schlechten Eltern.

Insgesamt ist “Turm der lebenden Leichen” netter Old School Horror, der zeigt, dass eine günstige Machart weder zwangsläufig keine dichte Atmosphäre noch keine gut erzählte Geschichte bedeuten muss. (Zsolt)


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