Der Verwegene (1967)

Der Verwegene (1967)

Der Verwegene

19671 h 48 min
Kurzinhalt

Will Penny, ein in die Jahre gekommener Cowboy - vom Pech verfolgt. Ohne Arbeit, ohne Geld wird er von einer Bande skrupelloser Gesetzloser in der Wüste eingekesselt, wo sie ihn sterben lassen wollen. Will steht kurz vor dem Tod, da rettet ihn eine schöne junge Frau: Catherine, die gemeinsam mit ihrem Sohn nach Westen fährt zu ihrem Ehemann. Während Catherine Will gesund pflegt, lernt er ein ihm unbekanntes Leben kennen. Plötzlich hat Will zwei Probleme: Er liebt die Frau eines anderen und die Bande ist ihm hart auf den Fersen - um ihn endgültig zu beseitigen.

Metadaten
Regisseur Tom Gries
Laufzeit 1 h 48 min
Starttermin 19 Dezember 1967
IMDb Id tt0063811
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Sehr Gut
Bilder

Nur wenige Western zeigen den wahren Alltag der Cowboys, das Leben in einer kalten, gefühlslosen Welt. “Der Verwegene” aus dem Jahr 1967 unter der Regie von Tom Gries strahlt dagegen andere Dinge aus. Gries war vorwiegend für dutzende TV-Serien mitverantwortlich, erst nach dem Film “Der Verwegene” bestritt er den Weg zu Spielfilmen und lieferte uns zahlreiche bekannte Werke ab wie unter anderem “100 Gewehre” aus dem Jahr 1969), “Herrscher der Insel” (1970) und “Nevada Pass” (1975) um ein paar seiner Werke beim Titel zu nennen.

Der Film ist prominent besetzt worden, allen voran Charlton Heston, der hier förmlich die Rolle seines Lebens spielt. Einen Cowboy der sich mit Saison-Jobs über Wasser hält, der im Land umherreist und sich kaum an soziale Kontakte bindet. Sein Leben bestritt er zumeist allein, die Schule besuchte er nur kurz was ihm das fehlende Können des Lesens und Schreibens einbrachte. In einer weiteren Rolle als “Blue” taucht der bekannte Schauspieler Lee Majors in Erscheinung. Erst später bekam er die Rolle in “Der 6 Millionen Dollar Mann” und später folgte noch “Ein Colt für alle Fälle” als Colt Seavers. Zudem reihen sich noch ein paar Filme in seine Laufbahn ein, nicht zu vergessen “Starflight One – Irrflug ins All”.

Bilder von "Der Verwegene"

© 1967 Paramount − Alle Rechte vorbehalten.

Die meisten Western-Filme strahlen direkt das überzeichnete Gute und Böse aus, zudem wirken sie oft aalglatt und spiegeln nur wenig bis gar nicht das rauhe Leben, Verhalten des Wilden Westens aus. “Der Verwegene” zeigt eindrucksvoll das wahre Bild hinter der Geschichte der Cowboys. Untermalt werden viele Szenen noch mit beeindruckenden Landschaftsausnahmen die im Indy Forest in Californien gedreht wurden. Das Leben befand sich noch im Aufbau, hier und da kleine Städtchen, ein einzelnes Farmhaus und grenzenlose Landschaften.

Im Laufe der Spielzeit wandelt sich der Western zu einem Drama, der Zuschauer begleitet Will Penny (Heston) bei dem Versuch ein bodenständiges Leben zu führen. Eine Frau mit Kind zu versorgen und eine Farm zu bewirtschaften. Doch der Drang nach Freiheit, Ungezwungenheit ist stark und Will Penny kann sich nur schwer damit anfreunden. Auch wenn er Gefühle für die Frau entwickelt hat, so ruft sein altes Leben nach ihm.

© 1967 Paramount − Alle Rechte vorbehalten.

“Der Verwegene” ist ein sehr unterhaltsamer Beitrag aus dem Western-Genre, allein schon die Darstellung der Cowboys. Das damalige Leben im Dreck war normal, nur wenige nahmen regelmäßig ein Bad, wuschen ihre Kleidung regelmäßig, das stinkende Leben war normal, denn fast jeder lebte so, heute undenkbar, doch damals fehlten ja auch unter anderem die Möglichkeiten der Hygiene. Soziale Kontakte pflegen und gemeinsam Feste feiern war auch eher weniger verbreitet, so ist es auch nicht verwunderlich das Will Penny noch nicht mal Weihnachtslieder kennt.

Gefühlvoll, packend, interessant gespielt ist “Der Verwegene” ein Parade-Beispiel für realistische Western Kost. (Stefan)


 

 

0 0 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Translate »
error: Content is protected !!
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x
%d Bloggern gefällt das: