Kritik: Die Eroberer (1975)

Kritik: Die Eroberer (1975)

Die Eroberer

19751 h 42 min
Kurzinhalt

Durch Zufall lernt Schwertkämpfer Yen Ching den Kaiser kennen. Dieser bittet ihn, ihn gegen Rebellen zu verteidigen. Doch die sind übermächtig, schon dem ersten Angriff Yen Chings fallen viele seiner Männer zum Opfer. Auch eine zweite Attacke scheitert. Ein letztes Mal versucht Yen Ching, die mächtigen Gegner endlich zu schlagen.

Metadaten
Regisseur Chang Cheh, Wu Ma
Laufzeit 1 h 42 min
Starttermin 10 Mai 1975
IMDb Id tt0071389
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Gut
Bilder
China im 14. Jahrhundert. Fang La (Chu Mu) rebelliert gegen den Kaiser. Die Rebellen des Liang Shan, die dem Kaiser treu ergeben sind, und lediglich das Unrecht der Behörden bekämpfen, wollen sich dem grausamen Fang La entgegenstellen. Deren Kämpfer Yen (David Chiang) erreicht beim Kaiser, dass wenn es ihnen gelingt, die Rebellion Fang La´s zu vereiteln, jedem von ihnen Straffreiheit zugesichert wird.
Etliche Helden fallen im Kampf. Hangchou, die Hochburg Fang La´s, ist nahezu uneinnehmbar. 7 Spione des Liang Shan sollen versuchen, innerhalb der Stadt die Möglichkeit einer Besetzung auszuloten.
Bilder von "Die Eroberer"

© 1975 Shaw Brothers − Alle Rechte vorbehalten.

Darunter sind: Yen, Shih der tätowierte Drache (Chen Kuan Tai), der Koloss Li Kwai (Fan Mein Sheng) sowie 4 Getreue (Wang Kwang Yu, Yue Fung, Li Hsiu Hsien und Wang Chung).
Während Wu Sung (Ti Lung) im Quartier des Liang Shan die Situation des Entsatzes abwarten soll, wagen die 7 ein geradezu selbstmörderisches Unternehmen.
Sehr gut! Der Eastern Chang Cheh´s besticht durch eine spannende Story, kernige Kämpfe und ein vorzügliches Star-Ensemble.
Fast jeder bekommt Zeit, umfassend zu agieren, mir gefielen vor allem David Chiang und Chen Kuan Tai. Chen zeigt hier in einer ihn vorstellenden Sequenz sein herausragendes kampftechnisches Können, und sein Abgang ist fast ala “Boxer from Shantung”. Ich hätte mir in diesem Streifen eine noch größere Rolle für Chen Kuan Tai gewünscht.
Die Fights sind blutig in Szene gesetzt, vor allem ein Kampf in der Stadt, als Fang La´s Leute den Spionen auf die Schliche gekommen sind, verzweifelt versucht hier Yue Fung, die attraktive Darstellerin, Fang´s Schergen zu entkommen, absolut beeindruckende Szene.
Bilder von "Die Eroberer"

© 1975 Shaw Brothers − Alle Rechte vorbehalten.

Der Handlungsstrang ist dicht, die Darsteller-Riege überzeugend. Allerdings ist Ti Lung´s Part mir etwas zu zusammengerafft, er agiert hier als Held Wu Sung, vermutlich hat diesem Helden der chinesischen Geschichte Chang Cheh deshalb mit “Delightfull forest” ein eigenes Epos vermacht, weil seine Rolle hier doch kleiner ausfällt.
Fang Mei Sheng, Wang Kwang Yu und Wang Chung ergänzen die “Großen 3”, zeigen was sie können. Yue Fung stemmt sich wie erwähnt verzweifelt gegen die Feinde und spielt das überzeugend. Das Thema “Männerbünde”, es wird von Chang Cheh hier wieder virtuos strapaziert, legendär die Szene der doppelten Handreichung zwischen Ti Lung und David Chiang. (Zsolt)

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