Kritik: Die Früchte der Leidenschaft (1981)

Kritik: Die Früchte der Leidenschaft (1981)

Die Früchte der Leidenschaft

19811 h 23 min
Kurzinhalt

Im Shanghai der 1920er Jahre beherrschen zügellose Lust und ausschweifende Exzesse das Triebleben der Reichen. So verwundert es nicht, dass der adlige Sir Stephen seine blutjunge Geliebte O in einem Bordell ausbilden lässt. Ihm hoffnungslos verfallen, schreckt sie vor keiner der hemmungslosen Liebespraktiken zurück, um ihrem Meister gefügig sein zu dürfen. Im Strudel der Lust gefangen, sehnt sich O nach immer härterer und aufregenderer Züchtigung.

Metadaten
Regisseur Shūji Terayama
Laufzeit 1 h 23 min
Starttermin 3 Juni 1981
IMDb Id tt0082422
Detail
Medien
Film-Details Verfügbar
Bewertung In Ordnung
Klaus Kinski beschreibt den Dreh des Films in seiner Autobiographie Ich brauche Liebe. Gedreht wurde in den Shōchiku-Studios in Ofuna. Dem in weiten Teilen sehr surrealistisch umgesetzten Film war bei Publikum und Kritik kein Erfolg beschieden.
Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

Ebenso wie Ōshimas kontroverser Film Im Reich der Sinne wurde Die Früchte der Leidenschaft in Frankreich durch Argos Films produziert. Grund war wohl auch hier die Umgehung der japanischen Zensur, da Geschlechtsorgane nicht gezeigt werden dürfen und daher in Japan in pornographischen Medien meist geblurrt oder verpixelt werden.
„‚Die Früchte der Leidenschaft’ ist deshalb sehenswert, weil er Bilder von unerklärlicher Schönheit, von faszinierendem Stil und surrealer Kraft erschafft. Und nicht weil uns die Charaktere berühren. Als Drama scheitert der Streifen, als Bilderorgie eines der ganz großen Symbolisten des Kinos dürfte es als Erfolg angesehen werden.“
Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

„Das Schicksal der jungen Frau, die in der sklavischen Unterwerfung unter männliche Sexphantasien ihre Liebe zu verwirklichen versucht, ist auch diesmal kaum mehr als ein Aufhänger für geschmäcklerisch inszenierte Nacktszenen im Stil eines kommerziellen Softpornos – auch wenn hier der japanische Avantgardist Shūji Terayama für die Regie verantwortlich zeichnet.“ (Zsolt)
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