Kritik: Ein Unbekannter rechnet ab (1974)

Kritik: Ein Unbekannter rechnet ab (1974)

Ein Unbekannter rechnet ab

19741 h 38 min
Kurzinhalt

Auf Einladung eines Unbekannten reisen zehn Personen, die einander nicht kennen, in ein einsam gelegenes Hotel. Dort erfahren sie, dass ihr Gastgeber, der sich “Mr. Owen” nennt, jeden von ihnen eines Mordes beschuldigt und die Absicht hat, dies mit dem Tode zu bestrafen. Tatsächlich fällt in den kommenden Stunden ein Gast nach dem anderen einer tödlichen Falle zum Opfer. Verzweifelt versuchen die Überlebenden, den geheimnisvollen Killer zu finden und aus dem Hotel zu fliehen – ohne Erfolg. Es scheint, als könne der diabolische “Mr. Owen” jeden Schritt seines nächstens Opfers genau voraussehen.

Metadaten
Regisseur Peter Collinson
Laufzeit 1 h 38 min
Starttermin 24 September 1974
IMDb Id tt0072263
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Sehr Gut
Zehn Männer und Frauen versammeln sich in einem entlegenen und unvergleichlich prächtigen Hotel mitten in der iranischen Wüste. Noch am Abend ihrer Ankunft klärt sie ein geheimnisvoller Unbekannter per Tonband darüber auf, dass er sie alle an diesem isolierten Ort unter Vorwänden zusammenrief, um jeden seiner Gäste für ein Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen. Bevor die Truppe recht weiß, was ihr geschieht, erwischt es bereits den ersten.
Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

Opfer um Opfer fällt, der Kreis der Verdächtigen schrumpft, bis die Mordserie zu einem Nervenkrieg eines Häufleins Überlebender wird.
“Ein Unbekannter rechnet ab” von 1974 erzählt diesen Klassiker von Agatha Christie mit unnachahmlichem Stil – und wird zu recht als Filmjuwel gehandelt. Unter dem viel gelobtem Star-Ensemble ragen Richard Attenborough und Herbert Lom in besonderer Weise heraus (ergänzt vom raubeinhaften Charme eines Oliver Reed). Die beiden alten Herren, im Halbdunkeln Billard spielend und über ihre Lage philosophierend, während ein unsichtbarer Killer über das unüberschaubare Anwesen schleicht – das ist ein Kinomoment für die Ewigkeit.
Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

Eines wurde zu diesem Film immer wieder feststellt, was sich guten Gewissens unterstreichen lässt: der elfte Star ist das Hotel selbst. Es handelt sich um das ehemalige Shah Abbas Hotel und heutige Abbasi Hotel (seit die Revolution 1979 über den Iran hinwegging). Der historische Gebäudekomplex liegt natürlich nicht mitten in der Wüste, sondern mitten in Isfahan – für die Atmosphäre des “Hotels in der Wüste” im Film ist das natürlich bedeutungslos. Der Zauber der weitläufigen, prächtigen und reichlich düster inszenierten Anlage gibt einen Krimi-Schauplatz sondergleichen ab, auf dem Gert Fröbes Knautschgesicht, Charles Aznavours Sangeskunst (und sein fescher Pelzmantel), Elke Sommer als Schöne vom Dienst und Oliver Reed als wilder Mann ihre Wirkung voll entfalten dürfen. (Zsolt)

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