Kritik: Fünf Gräber bis Kairo (1943)

Kritik: Fünf Gräber bis Kairo (1943)

Fünf Gräber bis Kairo

19431 h 40 min
Kurzinhalt

Afrika, 1942: Die Briten ziehen gegen die deutschen Truppen immer öfter den Kürzeren. Nach einer weiteren verheerenden Schlacht fährt ein einsamer Panzer voller Leichen durch die Wüste. Nur ein Soldat hat überlebt: John J. Bramble (Franchot Tone) fällt schwer verletzt aus dem rollenden Sarg. Er schleppt sich zu einem nahegelegenen britischen Stützpunkt, den er wie durch ein Wunder erreicht. Doch nach dauerhaften Bombardements sind die Briten geflohen und jeden Moment können die feindlichen Truppen eintreffen. Der Hotelbesitzer Farid (Akim Tamiroff) nimmt sich gegen den Widerstand seines Zimmermädchens Mouche (Anne Baxter), das um ihr Leben fürchtet, des Soldaten an. Kurz darauf trifft niemand Geringeres als der deutsche Feldmarschall Erwin Rommel (Erich von Strohheim) ein, um das Hotel zu seinem Stützpunkt zu erklären...

Metadaten
Regisseur Billy Wilder
Laufzeit 1 h 40 min
Starttermin 26 Mai 1943
IMDb Id tt0035884
Detail
Medien
Film-Details Verfügbar
Bewertung Gut
Co-Autor des Drehbuchs und Regisseur von FÜNF GRÄBER BIS KAIRO (1943) ist der bekannte österreichische Komödien-Spezialist Billy Wilder (EINE AUSWÄRTIGE AFFÄRE 1948, BOULEVARD DER DÄMMERUNG 1950, STALAG 17 1953, SABRINA 1954, DAS VERFLIXTE 7. JAHR 1955, ZEUGIN DER ANKLAGE 1957, MANCHE MÖGEN’S HEISS 1959, EINS, ZWEI, DREI 1961, DAS MÄDCHEN IRMA LA DOUCE 1963 usw.), der aus diesem Kriegsfilm eine bittersüße Komödie geschaffen hat, deren Darsteller gegenüber den Stereotypen anderer amerikanischer Propagandafilme abweichen.
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Die wesentlichen Charaktere sind : der einheimische Ägyptischer, sabbernd und ständig vor Angst schlotternd, die elegant-berechnende Französin, der höflich-servile aber stets wache Engländer, der ständig singende und essende italienische General und natürlich die Deutschen : Schwegler, völlig humor- und Empathie los und Rommel, die schillernde Hauptfigur des Films. Der fasst kahlköpfige Komisskopf mit dem speckigen Stiernacken wird vom gebürtigen Österreicher Erich von Stroheim als schneidig-arroganter Misanthrop (Frauenfeind) dargestellt. Ähnliche Rollen hat Stroheim schon in der Stummfilmzeit gespielt und ihn für diesen Charakter geradezu prädestiniert. Auch wenn die Handlung nicht auf Realität basiert und die Figur des Erwin Rommel hier rein fiktiv dargestellt wird, so gibt die geschickte Art der Regieführung Wilders diesem Streifen einen komödiantischen weil höchst ironischen Anstrich, der ihn von anderen Propagandastücken differenziert.
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Gedreht wurde der Film komplett in den USA (Paramount Studios, Salton Sea, Army Desert Training Center, Indio, Ca. und Yuma, Arizona). Für die Kampfszenen wurden amerikanische Übungsmodelle benutzt, die als deutsche bzw. britische Typen verkleidet wurden. Für die Rollen des Bramble und der Mouche wurden Cary Grant bzw. Ingrid Bergman gehandelt. Während Grant ablehnte, wurde Frau Bergman später nicht mehr in Betracht gezogen. Vielleicht war ihre Ausleihsumme nach CASABLANCA zu hoch geworden. Künstlerische Leitung, Kameraführung und Filmschnitt erhielten übrigens 1944 Oscar-Nominierungen. Die deutsche Tonspur entstand 1981 bei der DEFA in Ostberlin. (Zsolt)


Fünf Gräber bis Kairo

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