Kritik: Irrsinn der Gewalt (1973)

Kritik: Irrsinn der Gewalt (1973)

Irrsinn der Gewalt

19731 h 25 min
Kurzinhalt

ln einem kIeinen Ort in Arizona bricht der Rassenhass zwischen Weissen und lndianern aus, als die Stieftochter des einfIussreichen Geschäftsmannes GoyIe "VergewaItigung" schreit. Zielscheibe dieser AnkIage ist der unschuIdige lndianer Camper John AlIen. Er wird angeklagt und eingesperrt, kann jedoch fIiehen und kehrt in sein Reservat zurück. Er findet sein Haus in FIammen vor, seine Familie ist heimatIos und sein Bruder wird in bIindem Hass von der BevöIkerung ermordet. Camper Johns Entschluss steht fest: Er wiII seine Ehre wieder hersteIlen, und er antwortet mit der einzigen Sprache, die der Hass versteht - mit Gewalt!

Metadaten
Regisseur Sean MacGregor
Laufzeit 1 h 25 min
Starttermin 27 April 1973
IMDb Id tt0070102
Detail
Medien
Film-Details Verfügbar
Bewertung Sehr Gut

Der Name ist förmlich Programm “Irrsinn der Gewalt” ist eine Mischung aus Action, Drama und Abenteuer mit einem Hauch Western Feeling. Der Film “Irrsinn der Gewalt” stammt aus dem Jahr 1973 und lautet im Original “Gentle Savage”. Unter der Regie von Sean MacGregor war es sein zweiter Film, seine Laufbahn als Regisseur ist recht kurz und hierzulande unbekannt. Zu seinen weiteren Werken zählen Filme wie “Kleine Teufel” aus dem Jahr 1974 und “A Mission to kill” von 1992 um seine zwei bekanntesten Werke beim Titel zu nennen.

“Irrsinn der Gewalt” zeigt eindrucksvoll in einer Story verpackt wie schnell eine Situation durch falsche Aussagen eskalieren kann und einen regelrechten Krieg anzuzetteln. Der Arbeiter Camper John, ein Indianer der in einem Reservoir lebt, und auf Baustellen jobbt, genehmigt sich hin und wieder ein paar Bier in einer Kneipe. Durch einen Flirt mit einer jungen Dame, die er auf seinem Motorrad nach Hause bringt, möchte sie ihn mit sexuellen Diensten bezahlen als Dank. Doch da taucht der Vater der Dame auf, der Gouverneur und Camper John wird die Vergewaltigung vorgeworfen. Er flüchtet um der brisanten Situation zu entkommen, doch anstatt die Wahrheit ans Licht zu bringen, werden weitere Verbrechen ihm zugesprochen und die Jagd auf den Indianer und seiner Familie beginnt. Er wird eingesperrt, doch seine Familie muss ebenfalls unter dem Rassenhass leiden. Nach einer Flucht aus dem Gefängnis findet Camper John sein Haus in Schutt und Asche vor, seine Familie ist ermordet worden – nun schwört er Rache um den Frieden wieder herzustellen.

Kritik: Irrsinn der Gewalt (1973)

Schnell wird dem Zuschauer klar, wie hier die Rollenverteilung aufgestellt ist. Wer ein sauberes Spiel spielt und wer nur einen Grund sucht andere Mitmenschen zu schikanieren und ihnen Verbrechen zuzuteilen. Der Film schreitet in einem guten Tempo voran und die Story wird einem sehr flüssig und mit dem nötigsten Informationen näher gebracht. Schnell kann sich der Zuschauer in die Lage des Indianer Camper John versetzen, der durch unbegründete Anschuldigungen seine ganze Familie und Hab und Gut verloren hat.

Ähnlichkeiten zu anderen Rache-Thrillern sind nicht von der Hand zu weisen, somit erfindet der Film das Rad nicht neu, kann sich aber gekonnt über dem Niveau eines B-Movie Actioner halten. Sein recht kleiner Bekanntheitsgrad sorgte wohl dafür das er ein Film ist der fast in Vergessenheit geraten ist. Dabei stimmt hier sehr viel. Die Action ist gut inszeniert und choreographiert, alle Darsteller liefern gute Leistungen ab und verkörpern ihre Rollen sehr glaubhaft. Hinzu kommt die Atmosphäre des Films die mal von Besinnlich zu blanken Hass wechselt und wieder zurück. Dazu gesellen sich atemberaubende Landschaftsaufnahmen und ein stimmiger Soundtrack, der stark an Country und Western Musik erinnert.

Kritik: Irrsinn der Gewalt (1973)

Der Titel “Irrsinn der Gewalt” zeigt gut wie irrsinnig es ist mit Gewalt auf manche Situationen zu reagieren und zu agieren. Gewalt mit Gewalt bekämpfen ist nicht die richtige Art und Weise, versorgt uns Film-Fans aber mit zahlreichen Werken die zur Unterhaltung dienen. Ich spreche diesem Film den Zusatz “Geheimtipp” zu, der Film ist spannend, temporeich, abwechslungsreich und bietet exzellente Unterhaltung auf einem guten Niveau.

Lediglich die Umsetzung auf DVD ist etwas schlecht, das Bild bewegt sich auf VHS Niveau, was zwar nicht sonderlich schlimm ist, aber an vielen Stellen extrem dunkel erscheint, so das man manchmal nichts erkennen kann. Der Ton ist recht klar und besitzt nur ein minimales Rauschen, was jedoch kaum auffällt.


0 0 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Translate »
error: Content is protected !!
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x
%d Bloggern gefällt das: