Kritik: Julie Darling (1983)

Kritik: Julie Darling (1983)

Julie Darling

19831 h 40 min

Die Liebe eines Kindes zu seinem Vater kann das schönste sein, was man auf der Welt widerfahren kann. Doch was ist wenn diese Liebe etwas zu weit geht? Wenn sich ein Mädchen in die Rolle der Geliebten des Vaters sehnt? Dann wird das ganze schon sehr problematisch und kritisch. Das dachte sich auch der Regisseur Lutz Schaarwächter und inszenierte 1983 einen Mix aus Drama und Thriller. JULIE DARLING oder auch im Original unter BAD BLOOD bekannt.

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Mit einem Budget von knapp 2 Millionen US-Dollar wurde ein sehr spannender und voller Intrigen gespickter Thriller geschaffen. Die Liebe von Julie zu ihrem Vater geht ganz andere Wege als üblich. Sie möchte Ihren Vater ganz allein für sich alleine haben. Sein Engel sein und bleiben und das nicht nur als süße Teenagerin. Da kommt die Midlife Krise ihrer Mutter gerade recht. Hinzu kommt das ein junger Mann aus dem hiesigen Supermarkt die Lieferung bringt und sich an ihrer Mutter vergehen will. Beim Versuch die Mutter zu vergewaltigen, geschieht ein Unfall und die Mutter stößt sich tödlich den Kopf. Julie muss alles von der Empore im Haus mit ansehen. Der Täter flüchtet, doch Julie ist ihm gewissermaßen Dankbar für seine Tat. Ihr Vater gespielt von Anthony Franciosa, lernt nach einer Zeit eine neue Frau kennen. Susan gespielt von Sybill Danning. Sie nimmt den Platz der verstorbenen Mutter ein und bringt noch einen kleinen Jungen mit in die Patchwork Familie. Doch auch sie muss aus dem Weg damit Julie wieder alleine mit ihrem Vater sein kann. Sie schmiedet einen tückischen und hinterlistigen Plan.

Teenager-Psychopath

 

JULIE DARLING ist kein Reißer im Thriller Genre. Doch durch die gute Kameraarbeit und den guten Leistungen aller Schauspieler im Cast, kann die schwache Story beim Zuschauer punkten. Etwas Blutleer aber mit Raffinessen, Tücken arbeitet die Story auf ein unerwartetes Finale zu.  Die österreichische Schauspielerin Sybill Danning spielt hier eine für ihre gewohnten Verhältnisse eine eher harmlosere Rolle. Zwar beinhaltet der Film auch eine Nacktszene mit der Blonden Nymphe, aber durch das unfreiwillige Zuschauen von Julie erscheint diese Szene in einem ganz anderen Licht.

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Isabelle Mejias spielt die Rolle der 14 jährigen Julie sehr überzeugend. Anstatt wie gewohnt das Teenager oft fiese Blicke ihrer Gegner zuwerfen, bleibt sie kühl und distanziert. Mit einem perfiden Plan im Kopf arbeitet sie gekonnt auf Ihr Ziel hin.

 

Auch wenn die Story von JULIE DARLING etwas flach und teils schwach wirkt, so kann sie den Zuschauer unterhalten. Mit einem unvorhergesehenen Finale werden zuvor geschmiedete Verläufe über den Haufen geworfen und erzeugen einen kleinen AHA Effekt. Zum Ende wird es etwas brutaler und eine Schrottflinte und Glasscherben kommen zum Einsatz.

Wer genau hinsieht, wird beim Film feststellen das es unwahrscheinlich viele Produktplatzierungen gibt. Sei es der Kakao den sich Julie morgens zum Frühstück zubereitet, der Besuch von verschiedenen Fast Food Restaurants, Poster an den Wänden im Zimmer von Julie und eine Flasche von einem hochprozentigen Getränk.

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Bislang ist JULIE DARLING in Deutschland nur auf VHS vom Label ITT CONTRAST und VMP ungekürzt erschienen. In den USA wurde er bereits vom Label CODE RED auf DVD veröffentlicht.


 

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