Kritik: Satan´s Bed (1986)

Kritik: Satan´s Bed (1986)

Satan´s Bed

19861 h 23 min
Kurzinhalt

Ein Makler baut ein Luxushaus auf dem Land, in dem sich die alten Gräber einer Familie befinden, die 1941 bei einem Raubüberfall ermordet wurde. Das Haus wird von Mrs. Siska gekauft, die es zusammen mit ihrer Tochter und ihrer Nichte bewohnt. Von Anfang an werden alle Bewohner des Hauses von satanischen Kräften heimgesucht. Eines Nachts, Mrs. Siska ist ausgegangen, laden ihre Tochter und ihre Nichte ihre Freunde ein. Wie von Satans Hand geleitet, geschehen fürchterliche Dinge - Folterungen und Tod. Keiner ist mehr seines Lebens sicher...

Metadaten
Regisseur H. Tjut Djalil
Laufzeit 1 h 23 min
Starttermin 1 Januar 1986
IMDb Id tt0286045
Detail
Medien
Film-Details Verfügbar
Bewertung Nicht schlecht
Bilder
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Hm…, klingt doch irgendwie bekannt, oder nicht!? Und in der Tat: „Satan’s Bed“ ist nichts weiter als ein unbeschreiblich trashiges und obendrein dreist geklautes „Nightmare On Elm Street“-Rip Off.
Der „Freddy“ hier hat auf den ersten Blick nur wenig mit einem Robert Englund gemein, quietscht zwar auch immer schön brav mit seinen Klingen rum, hat aber keinen Schlapphut und kommt insgesamt auch eher einem Inder mit heftiger Akne gleich.
Es werden, wie es sich für ein anständiges Rip Off gehört, zwar viele Elemente des Originals 1:1 übernommen – z.B. träumt die Hauptdarstellerin auch von einer toten Freundin, die mit Plastikfolie behangen spazieren geht, und vorm Haus wird auch hier in Zeitlupe Seil gesprungen – wie hier alles umgesetzt bzw. in Szene gesetzt wurde, lässt allerdings nicht nur extrem zu wünschen übrig, was dem Unrat hier viel zu sehr schmeicheln würde, es tun sich viel mehr Abgründe auf, dass man meinen könnte, dem Teufel in der Hölle beim Scheißen zusehen zu können.
Bei dem legendären ersten Kill, bei dem die Tussi die Wand hoch rollt und dann blutig ins Bett platscht, schwebt das Mädel hier nur ein bisschen sichtbar an Schüren befestigt überm Bett rum.
Die Verfolgungsjagden erinnern irgendwie an Eierlauf und der Grusel sieht hier auch lediglich so aus, dass ein Zimmer, das im einen Moment noch unordentlich war, plötzlich und wie von Geisterhand wieder aufgeräumt ist, dass jemand über einen Eimer stolpert, oder dass es ein wenig blitzt und donnert.
Dass der Streifen unterm Strich also ungefähr so spannend ausfällt wie der neuste Brotaufstrich, muss ich wohl gar nicht mehr weiter erläutern, oder…
Ferner tappt man ständig in Logiklöcher: Die Tatsache, dass die Jugendlichen im Prinzip gar nicht schlafen müssen, um gekillt zu werden, ist also nicht als clevere „Extended Rule“ zu beäugen, sondern schlicht und ergreifend mit grobfältiger Unfähigkeit zu begründen.
Wenn ich nun noch preisgebe, dass der Streifen aus Indonesien stammt und dem Füller des Machers von Trashkanonen wie „The Warrior and the Ninja“ und „Lady Terminator“ (übrigens auch ein zum Himmel schreiend dämlicher „Terminator“-Klau) entsprungen ist, dann dürfte das Puzzle in euren Köpfen wohl langsam einen Sinn ergeben. Ergo: Maßlos unansehnliche Darsteller, grausige FX, Dialoge zum Wiehern, Kameraeinstellungen, die voll am Geschehen vorbeizoomen und brachialer Dilettantismus soweit das Auge reicht – das und nicht mehr ist „Satan’s Bed“, dessen Titel allerdings auch relativ unpassend gewählt ist.
„Ich glaube hier ist etwas sehr böses – ein Geist. Ich habe zufällig in der Verwandtschaft einen Z a u b e r e r, einen Geisteraustreiber. (…) Schon morgen wird er hier sein.“
Gore gibt’s freilich so gut wie keinen zu bestaunen. Unser Möchtegern-Freddy kappt sich wie im Original den Finger und so Zeug, insgesamt verlaufen die Kills aber meist im Stockdunkeln, so dass man nicht genau erkennen kann, ob gerade gemordet oder Linseneintopf gekocht wird.
Ferner fehlt der Depp-Mord und enden tut das Spektakel gänzlich „unoriginal“ mit einer Seance und der Aufklärung, dass das ganze Viertel auf einem Friedhof erbaut wurde, was uns jedoch allen auch irgendwo her geläufig sein dürfte, gello…
Unterm Strich handelt sich’s hier also definitiv und ohne den geringsten Zweifel um einen wahnsinnig beschissenen Film, den man, wenn man das Original nicht kennt, zudem kaum zu checken im Stande sein dürfte.
Für Trashhasen allerdings ein gefundenes Fressen, auch wenn der unfreiwillige Humor den ganzen Film über nicht so recht in die Gänge kommen will.
Wer allerdings an Trashgranaten wie „Robo Vampire“, „Counter Destroy“ oder dem sagenumwobenen „Lady Terminator“ Gefallen fand, sollte sich den Schmarn hier nicht entgehen lassen.
Ob „Freddy Krüger“-Fans mit dieser Verunglimpfung was anzufangen wissen, bleibt fraglich, aber der Wiedererkennungsfaktor sorgt in einigen Szenen schon für ein saftiges Grinsen.
Kein Scheiß, würde Grup Tekkan je einen Film machen, er würde ungefähr so aussehen.(Zsolt) 

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