Kritik: Liebe auf den ersten Biss (1979)

Kritik: Liebe auf den ersten Biss (1979)

Liebe auf den ersten Biss

19791 h 36 min
Kurzinhalt

Im sozialistischen Rumänien. Graf Vladimir Dracula ist seiner unsterblichen Existenz überdrüssig, durch die er seit nunmehr über 700 Jahren auf Erden weilt. Er kann das Geheul der Wölfe nicht mehr hören und das abgestandene Blut, das ihm sein devoter Diener Renfield ständig falsch temperiert serviert, nicht mehr sehen. Noch dazu machen ihm die Funktionäre der kommunistischen Partei zu schaffen, die ihn aus seinem Schloss verjagen wollen, um daraus ein Trainingslager für Sportlerinnen zu machen. Einzig der Gedanke an ein von ihm verehrtes Fotomodell namens Cindy Sondheim aus New York bringt ihn auf andere Gedanken. So beschließt er, unter den Augen des aufgebrachten Pöbels, mit seinem Diener die heimatlichen Gefilde zu verlassen und in die Neue Welt auszuwandern, um seine Angebetete zu suchen.

Metadaten
Regisseur Stan Dragoti
Laufzeit 1 h 36 min
Starttermin 26 April 1979
IMDb Id tt0079489
Detail
Medien
Film-Details Verfügbar
Bewertung Sehr Gut
Bilder
„Liebe auf den ersten Biss“ ist definitiv die einzige Genrekomödie, die eine ähnliche Zustimmung durch die Fans erfährt wie der legendäre Tanz der Vampire, und das gar nicht mal zu Unrecht. Natürlich ist der Humor ein anderer, ein größtenteils albernerer, weniger subtiler als in Polanskis Ausnahmefilm, dennoch zünden eine Vielzahl Gags ganz ordentlich.
Und was das wichtigste ist, dem Film liegt ein liebenswerter Humor zugrunde, der ganz anders funktioniert als beispielsweise Mel Brooks Dracula, denn hier wird der Vampir, von George Hamilton übrigens im Rahmen seiner eher bescheidenen schauspielerischen Möglichkeiten adäquat verkörpert, nicht zur Witzfigur degradiert, sondern ist tatsächlich der Held des Films. Die Komik ergibt sich eher aus dessen Zusammenstoß mit der modernen Welt, den Tücken der Großstadt, der überzogenen Parodie auf den „modernen“ Lebensstil der ausgehenden 70’er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Bilder von ""

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Die besten Gags gehen ohnehin auf das Konto des Psychiaters Rosenberg, der ja wie erwähnt ein Nachkomme Abraham van Helsings ist. Richard Benjamin kann in seiner Rolle als neurotischer Vampirjäger durchaus überzeugen, als der aber eine Allianz mit dem cholerischen Cop Ferguson eingeht, verpufft die Komik ein wenig, denn die Chemie des Tandems funktioniert nicht sonderlich gut. Auch Art Johnson als Renfield nervt eher, als das er zu unterhalten vermag, speziell in der deutschen Fassung, für die ihm Wolfgang Spier seine hohe Stimme auslieh, ist er eine extrem anstrengende Figur.
Klar, der Film zielte auf das große Mainstreampublikum seiner Zeit, somit tat schon eine gewisse Form von familienkompatibler Unterhaltung not, doch der im Plauderton erwähnte Drogenkonsum Cindy Sondheims und ihre One Night Stand Sex Attitüde beweisen, dass es zu jener Zeit im Amerika Jimmy Carters weitaus weniger puritanisch (und bigott) zuging als in George Bushs Nation under God. Amen.
Auch klar ist, dass der Film dennoch auf eine gewisse naive Art altmodisch inszeniert wurde. Dies geschah allerdings mit Hintersinn und verleiht dem Film wiederum einen ähnlichen Charme wie Abbott und Costello treffen Frankenstein oder ähnliche Kaliber aus den 30’er und 40’er Jahren. (Zsolt)


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