Menace II Society (1993)

Menace II Society (1993)

Menace II Society

19931 h 37 min
Kurzinhalt

Caine wächst in Watts, dem Schwarzen-Ghetto von L.A. auf. Sein Vater war Drogendealer, seine Mutter starb an einer Überdosis. Nun wächst er bei den Großeltern auf, aber die können nicht verhindern, dass Caine in die Kriminalität abrutscht, mit anderen Autos klaut und Drogen nimmt. Sein Vorbild ist der besonders gewalttätige O-Dog, der bei einem Ladenüberfall die Besitzer erschießt. Da schlägt Ronnie, Freundin eines inhaftierten Kumpels von Caine, diesem vor, ein neues Leben außerhalb der Stadt aufzubauen ...

Metadaten
Regisseur Albert Hughes, Allen Hughes
Laufzeit 1 h 37 min
Starttermin 26 Mai 1993
IMDb Id tt0107554
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Sehr Gut
Bilder

Die Hughes Brothers haben für mich einen sehr authentischen Film “Menace II Society” über dieses Leben auf der Verliererstraße gemacht. Das Ende ist abzusehen und logisch. Dabei konnten die Regisseure auf ein sehr gut spielendes Ensemble aufbauen. Nicht nur Tyrin Turner als Caine liefert eine glaubwürdige Vorstellung, auch die tragenden Nebenrollen sind mit den Youngsters Larenz Tate, Vonte Sweet und Jada Pinkett-Smith hervorragend besetzt. Man bekommt allerdings einen schonungslosen Bericht über das Ghetto serviert. Da ist wenig Platz für Gefühl. Dabei verzichten die Macher auf den moralischen Zeigefinger, der Zuschauer wird selbst ohne Anleitung in diese Welt hineingezogen und muss sich selbst ein Bild davon machen. Eine Welt, in der sich die Schwarzen gegenseitig töten und eine Welt, in der die Polizei auch äusserst kriminell agiert. Eine Welt, dessen einzige Fluchtmöglichkeit die Religion zu sein scheint. Durch den Siegeszug des HipHops dürfte “Menace II Society” vor allem für Teenager aus sozial schwächeren Schichten eine gewisse Faszination haben. Nicht umsonst wurde “Menace II Society” sehr schnell zum ultimativen Kultfilm der Community. Die Gewalt wird nicht als böse dargestellt, sondern als logische Konsequenz einer Kettenreaktion. Sie äusserst sich banal und völlig sinnlos. Aber sie ist allgegenwärtig. Bei Caine, als er fünf Jahre ist (Brandon Hammond) wie auch bei der nächsten Generation, vertreten durch den kleinen Anthony. Schon als Kinder werden sie Zeuge des Tötens wegen Kleinigkeiten. (Zsolt)


 

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