Mord an der Themse (1979)

Mord an der Themse (1979)

Mord an der Themse

19792 h 04 min
Kurzinhalt

Im Londoner Elendsviertel Whitechapel sind innerhalb kurzer Zeit zwei Prostituierte brutal ermordet und verstümmelt worden. Dem nach Einsendung anonymer Bekennerbriefe Jack the Ripper genannten Mörder ist bisher immer rechtzeitig die Flucht vom Tatort geglückt, die Polizei tappt im Dunkeln und der neue Polizeichef Sir Charles Warren scheint nicht übermäßig an einer raschen Lösung jener „Dirnenmorde“ interessiert zu sein.

Metadaten
Regisseur Bob Clark
Laufzeit 2 h 04 min
Starttermin 1 Februar 1979
IMDb Id tt0079592
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Gut
Bilder
Mord an der Themse ist ein Film, bei dem die Rollen bis ins kleinste Detail mit der Elite besetzt worden sind, ein Film, der vielleicht näher der Wahrheit ist, als man denkt. Bei der Materie sind schöpferische Freiheiten erlaubt. Doch der Film hält sich außer mit fiktiven Detektiven und Inspektoren weitgehend an die Tatsachen. Und das macht ihn zusätzlich gut, sehr gut.
London als Stadt im Nebel, als die Stadt der Gegensätze, ist perfekt ins Szene gesetzt.
Whitechapel mit seinen engen Gassen auf einer Seite und die City mit Palästen, mit dem Reichtum auf der anderen… Die Frauen waren zu der Zeit NICHTS wert, außer sie waren reich.
Die Bigotterie der Ära von Queen Victoria (sie ist noch im Amt) zeigt sich in jedem Winkel des East End.
Christopher Plummer als Sherlock Holmes ist eine gute Wahl, James Mason spielt Dr. Watson mit einer Eleganz, er ist nicht der stumme Zeuge, der immer am Ende etwas versteht. Und ihre Zusammenarbeit beruht auf Respekt.
Inspektor Estrade, gespielt von Frank Finlay, ist überzeugend (übrigens hat Finley Estrade schon im Film “Sherlock Holmes’ größter Fall” – 1965; den Ispektor gespielt, Holmes wurde da von John Neville dargestellt, Watson von Donald Houston).
Donald Sutherland hat eine kleine Rolle, die er mit seiner Präsenz perfekt umsetzt – Sutherland liebt anscheinend die “magischen” Rollen zu spielen – sein Erscheinungsbild ist einem Medium nicht unähnlich.
Die Rollen der Frauen, die man umgebracht hat, sind nur zum Teil größer. Was man nicht wusste, konnte man auch fiktiv nicht zeigen. Nur Mary Kelly (Susan Clark) bekommt mehr Platz.
Der Film von Bob Clark ist aus dem Jahr 1979, das Drehbuch von John Hopkins ist wirklich interessant. Hopkins hat auch das Drehbuch zum 007 – Feuerball geschrieben und nicht nur das.
Man sollte dem Film eine neue Chance geben, zum zweiten Mal wie bei mir, wer ihn noch nicht kennt, es lohnt sich die zwei Stunden gute Unterhaltung zu genießen. Der Film ist fast vergessen, das Thema wird indes nie vergessen sein, Holmes wird auch immer leben.
Und unsere Fantasie hat eine neue Denkaufgabe – wie war es wirklich? Eines Tages wird uns die künstlche Intelligenz die Antwort geben, ich hoffe, es dauert noch etwas…

Am Rande, Holmes und Watson besuchen die Oper, die auch der Thronfolger mit der Gemahlin besucht. Es handelt sich um Lucrezia Borgia von Gaetano Donizetti, eine meiner Lieblingsopern. Auch diese Kleinigkeit kann man bemerken. (Zsolt)


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