Nix zu verlieren (1997)

Nix zu verlieren (1997)

Nix zu verlieren

19971 h 38 min
Kurzinhalt

Als der erfolgreiche Werbekaufmann Nick Beam (Tim Robbins) eines Tages glaubt seine Frau mit seinem Chef in flagranti überrascht zu haben, bricht für ihn eine Welt zusammen. Seine darauf folgende Amokfahrt führt in eine düsteres Viertel von Los Angeles. An einer Ampel springt plötzlich der Klein-Ganove T.Paul (Martin Lawrence) zu ihm ins Auto, um ihn zu überfallen. Doch da kommt er bei Nick an den falschen Mann am falschen Tag. Der "betrogene" Ehemann verriegelt die Türen des Wagens und entführt den verblüfften Gangster - Ziel unbekannt! Schon bald ist ihnen neben der Polizei auch ein wirklich böses Gangsterduo auf den Fersen....

Metadaten
Regisseur Steve Oedekerk
Laufzeit 1 h 38 min
Starttermin 18 Juli 1997
IMDb Id tt0119807
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Nicht schlecht
Bilder
Sicherlich hat Steve Oedekerks Komödie “Nix zu verlieren” nicht den allerbesten Plot, aber weit mehr als eine reine Nummernrevue ist „Nix zu verlieren“ doch. Es gibt ein paar handfeste Überraschungen und die Spannung bewegt sich auf solidem Niveau. Auch wie happy das Ende nun schlussendlich sein wird, ist nicht klar, auch wenn man „Nix zu verlieren“ anmerkt, dass er seien Figuren nie etwas wirklich Böses widerfahren lässt. Längen gibt es nur ein paar kleinere, die aber meist erst beim zweiten oder dritten Ansehen auffallen.
Trotz der „Bad Boys“-Erfahrung von Martin Lawrence sollte man bei „Nix zu verlieren“ keinen großen Actionkracher erwarten, aber ein paar kleinere Actionszenen gibt es schon. Allerdings wird hier nur etwas jugendfrei geballert und verfolgt, was aber meist zur Unterstützung der Komik dient. Ebenso intelligent setzt Oedekerk zur Verstärkung des komödiantischen Effekts Musik ein: Da wird ein unfreiwilliger Steptanz mit Musik von Scatman John unterlegt oder zu einer wilden Knutscherei gibt es den Song „Ladies’ Night“ zu hören.
Denn Komik ist hier das A und O und man kann sich oft wirklich schlapp lachen. Pointierte Dialoge, urkomische Missverständnisse und wunderbar getimter Slapstick sorgen für den rechten Schwung in „Nix zu verlieren“. Mein persönlicher Favorit ist die Szene, in der Nick auf T.’s Ansprache reagiert, wie er am besten mit seiner Frau umgesprungen wäre. Auch bei mehrmaligem Sehen kann man über die Gags noch wunderbar lachen, auch wenn einige dann nicht mehr ganz so komisch sind. Zum Glück lässt „Nix zu verlieren“ seine Charaktere aber nie zu reinen Witzfiguren verkommen, sondern zeigt viel Gefühl, vor allem in Szenen mit T.’s Familie. Auch dies führt dazu, dass der Film bei mehrmaligem Sehen noch gut unterhält.

Martin Lawrence gibt mal wieder alles und liefert eine tolle Comedy-Performance ab. Tim Robbins als meist ruhiger Gegenpol wirkt gerade durch seine Zurückhaltung ziemlich komisch, weshalb die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern so wunderbar funktioniert. Die Nebendarsteller, darunter unter anderem Rebecca Gayhart und Kelly Preston, sind auch ziemlich gut, müssen aber hinter dem Protagonisten-Gespann eindeutig zurückstecken, denn der Film gehört eindeutig Lawrence und Robbins. (Zsolt)


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