Off Balance – der Tod wartet in Venedig (1988)

Off Balance – der Tod wartet in Venedig (1988)

Off Balance – der Tod wartet in Venedig

19881 h 30 min
Kurzinhalt

Der erfolgreiche Klavierspieler Robert Dominici leidet an einer seltenen Krankheit die ihn sehr schnell altern lässt. Als er die Diagnose erhält, wird er wahnsinnig und beginnt zu morden. Ein Kommissar ist ihm dicht auf den Fersen, aber Dominicis Alterungsprozess lässt ihn jedes Mal anders aussehen.

Metadaten
Regisseur Ruggero Deodato
Laufzeit 1 h 30 min
Starttermin 11 März 1988
IMDb Id tt0092865
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung In Ordnung
Bilder

Wenn man den Namen “Ruggero Deodato” liest denken sicherlich viele sofort an “Jungle Holocaust” und “Cannibal Holocaust”, dabei ist seine Laufbahn als Regisseur weitaus umfassender und facettenreicher. “Off Blanace – der Tod wartet in Venedig” ist ein Spät-Giallo Werk mit teils neuen Wegen und Verlassen der typischen Klischees des Genres. Deodato befasst sich mit der Krankheit “Hutchinson-Gilford Syndrom”, eine Krankheit die in erster Linie Kinder schneller altern lässt. Für den Film wurde diese Krankheit auf einen 35-jährigen Pianisten gesetzt, gespielt von Michael York. In nur wenigen Monaten wird aus dem jungen, smarten Künstler ein tattriger alter Greis. Die innerliche Zerrissenheit des Mannes wird durch Morde in Bilder umgesetzt. Den Schicksalsschlag der tödlichen Krankheit zu überwinden, verarbeiten ist geprägt von Hass, Trauer. Abseits der typischen Klischees des Giallos, wird hier das Rätselraten um den Mörder nach 30 Minuten aufgedeckt. Das Katz und Mausspiel zwischen Mörder und Kommissar (Donald Pleasance) wird hier zum Mittelpunkt der Story gerückt.

Bilder von ""

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Doch “Off Balance – der Tod wartet in Venedig” hat ein kleines Problem. Eine echte Spannung und Atmosphäre kommt nicht auf, York stielt Pleasance die Show, die Rolle des Kommissars bleibt blass und kühl. Zuwenig Informationen über den Charakter und sein Umfeld sorgen für keinerlei Tiefe. Selbst die Teils kruden Handlungssprünge sind nicht sonderlich hilfreich dem Zuschauer gegenüber. Auch die dritte Hauptrolle übernommen von Edwige Fenech ist kaum auffallend in Szene gesetzt worden. Geprägt ist die Geschichte von Hass auf junge Menschen, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben und alte Menschen die an ihrem Leben festhängen. Die Zerrissenheit und der psychische Verfall des Mörders steigt ins Unermessliche, sein Tod wäre die Erlösung des Leides, doch kommt dafür Selbstmord nicht in Betracht. Er drängt den Kommissar dazu ihn von seinem Leid zu erlösen, ohne jedoch nicht zuvor eine blutige Spur zu hinterlassen. Deodato versuchte noch mit Schockeffekten und einer stimmigen Musikuntermalung den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen, vergeblich denn man hat in den 70er Jahren weitaus bessere italienische Thriller auf dem Silbertablett serviert bekommen. (Stefan)


 

 

 

 

 

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