Kritik: Sierra Charriba (1965)

Kritik: Sierra Charriba (1965)

Sierra Charriba

19652 h 10 min
Kurzinhalt

Major Dundee, der ein Fort an der mexikanischen Grenze befehligt, stellt 1864 eine Strafexpedition gegen Apachen-Häuptling Sierrea Chariba zusammen. Das Kommando leidet unter Hinterhalten der Indianer und Auseinandersetzungen Dundees mit Südstaaten-Captain Tyreen, der widerwillig mitgeritten ist. In einem mexikanischen Dorf unter französischer Besatzung wirbt Dundee vergeblich um die Witwe des Dorfarztes. Die Indianer werden getötet. Tyreen stirbt in der Schlacht gegen französische Truppen im Grenzfluss.

Metadaten
Regisseur Sam Peckinpah
Laufzeit 2 h 10 min
Starttermin 7 April 1965
IMDb Id tt0059418
Detail
Medien
Film-Details Verfügbar
Bewertung Gut
Sam Peckinpah zeigt schon mit diesem Western aus dem Jahre 1965 wo die Reise hingeht, Antihelden, dreckig und Brutal wird das neue Gesicht des Western haben, diese Wandlung wird aber erst von den Italienern vollzogen werden, obwohl „Sierra Charriba“ die Richtung angibt und 4 Jahre später mit „Wild Bunch“ perfektioniert wurden ist.
DT: ‘Sierra Charriba’, nach dem praktisch nie zu sehenden aber gejagten Indianerhäuptling, wie schon beim ‘schwarzen Falken’, dort aber wg. ‘Moby Dick’-Bezug deutlich passender als hier (s.u.), eigentlich wäre der einzig inhaltlich sinnvolle Filmtitel: ‘Major Dundee and Captain Tyreen’ !!
Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

DVD-Neuveröffentlichung von Sony, längere aufwendig rekonstruierte Fassung, mit neuem Score (!), dennoch bleibt das Werk ob verschollener Archivbestände und dem Tod Peckinpahs ein weiteres verlorenes Paradies. Der Film wird von der sentimentalen Filmkritik gerne idealisiert, man kann nun sicher sagen, dass er eben kein zweites ‘Wild buch’ ist, von Produzent und Columbia ruiniert. Er ist, nach allem was man nun sehen kann, auf dem Wege zu ‘The wild bunch’ (es gibt diverse interessante Anknüpfungspunkte), aber er ist deutlich davor und er ist die Umsetzung eines eigentlich für John Ford gedachten Drehbuchs, eine Art Spät-Kavallerie-Western, mit Anklängen an ‘The searchers’ und ‘The horse soldiers’, aber auch an die klassischen Ford’schen Kavallerie-Western aus den 40ern. ‘The wild bunch’ ist ein völlig anderer Film, Teil eines völlig anderen Subgenres und v.a. der Italo-Westerneinfluss ist wesentlich stärker, es sind halt entscheidende 4 Jahre die zwischen beiden liegen.
Bilder von ""

© − Alle Rechte vorbehalten.

Was bleibt ist ein Peckinpah’scher Kavallerie-Western mit tollen und überzeugenden Schauspielern Charlton Heston, Richard Harris, James Coburn dazu fast das gesamte Peckinpah-Pack (Warren Oates, L.Q. Jones, R.G. Armstrong, Ben Johnson, Slim Pickens, …), dazu Senta Berger und Mario Adorf, dazu schöne Mexikoaufnahmen und eine interessante Story, die im übrigen wesentlich weniger mit ‘Moby Dick’ zu tun hat als ‘The searchers’, auch das wird von der deutschen Kritik immer völlig falsch dargestellt.
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