Kritik: Star Crash – Sterne im Duell (1978)

Kritik: Star Crash – Sterne im Duell (1978)

Star Crash - Sterne im Duell

In der Galaxis kommt es jetzt zum Kampf um die absolute Herrschaft

19781 h 37 min
Kurzinhalt

Der böse Count Zarth Arn will die Macht über das Universum an sich reißen. Um dies zu verhindern entsendet der Emperor ein Aufklärungsschiff. Aber nachdem das Schiff einem Teilkräftefeld ausgesetzt wurde, gilt die Besatzung, unter ihnen auch der Sohn des Emperors, Simon, als verschollen. Die einzige Hoffnung des Emperors und des gesamten Weltalls ruht nun auf den Schultern der beiden Schmuggler Acton und Stella Star und dem ihnen zur Seite gestellten Polizeiroboter Elle. Doch bevor es zum finalen Kampf Gut gegen Böse kommen kann haben die Helden noch einige Abenteuer zu bestehen.

Metadaten
Regisseur Luigi Cozzi
Laufzeit 1 h 37 min
Starttermin 21 Dezember 1978
IMDb Id tt0079946
Detail
Medien
Film-Details Verfügbar
Sollte wohl besser „Star Trash“, heißen dieses amüsante Filmchen.
So, ich sage jetzt erst mal nichts und werde die Story in allen Einzelheiten beschreiben.
Achtung der Film startet: Wir sehen leuchtende Punkte in den Farben blau, weiß, grün, gelb, pink und orange auf dunklem Hintergrund. Man will es nicht glauben, aber es sollen Sterne im Weltraum darstellen. Diese 5 Sekunden reichen aus, um zu wissen, mit was für Sorte Film man es jetzt gleich zu tun bekommt.
Jetzt tut sich was, ein gigantisches Raumschiff mit Klopapierrollendüsen ähnlichen Applikationen steuert auf die bunten Sterne zu. Es rauscht und zischt und ganz wichtig in Großaufnahme den Namen des Schiffes. „Murray Leinster“! Okay, nun sind wir im Inneren des Schiffes und der Schiffscomputer meldet sich mit „Sicherheitsdienst“ und verlangt, das „Major Bredway“ zur Kommunikationsbrücke kommen soll, wo er auf „Commander Clark“ trifft. Hier erfährt er das, das Schiff in die verlorenen Sterne eingedrungen ist, aber noch nicht die geheime Festung des Feindes gefunden wurde. Das Ziel soll sein den gefürchteten „Phantom Planeten“ zu lokalisieren und zum Hauptstützpunkt zurück zu kehren. Aber jetzt, Alarm, Alarm ein „Peilkräftefeld“ kommt auf das Raumschiff zu und greift es skrupellos an. Nun schwirren rot leuchtende Kugeln umher und blubbern vor sich hin und fügen der Crew anscheinend Schaden zu. Rettungskapseln konnten sich noch absetzen, bevor das Raumschiff mit vielen Funken leuchtend explodierte.
Bilder von "Star Crash - Sterne im Duell"

© 1978 Nat and Patrick Wachsberger Productions − Alle Rechte vorbehalten.

So Leute, das war nur der Vorspann, spätestens jetzt sollte man die erste Dose Bier knacken oder sich die besagte Kräuterzigarette anstecken …
Ein dreieckiges Raumschiff düst jetzt an noch bunteren Sternen vorbei. An Bord und am Steuerknüppel die attraktive „Stella Star“ (Caroline Munro) und Begleiter „Akton“ (Marjoe Gortner) die Weltraumschmuggler sind. So werden sie auch prompt vom Polizeichef der galaktischen Weltraumpolizei „Thor“ (Robert Tessier) und dessen Roboter „Elle“ (Judd Hamilton) nach einem gescheiterten Fluchtversuch erwischt.
Wie es sich gehört werden sie auch gleich von den Superhirnen des Zentraloperationssystems verurteilt. Strafe ist Arbeitslager auf einem Straflagerplaneten. Hier besteht die Aufgabe, Radiumkugeln in einen Ofen zu kullern. Das passt der hübschen „Stella Star“, die jetzt sexy in einem schwarzen Bikini daherkommt so gar nicht und provoziert eine Meuterei, die auch gelingt. Es zucken rote Laserstrahlen und Funken hin und her, bis das Bauwerk explodiert. „Stella Star“ konnte sich retten und rennt durch den Wald, bis plötzlich ein Raumgleiter vor ihr landet. Es ist ihr Schiff und an Bord „Thor“ und Roboter „Elle“. Die wollen sie aber nicht zurück in die Haft führen, sondern mit ihr eine geheime Mission ausführen. Nachdem nun auch gemeinsam „Akton“ befreit wurde, gibt es einen Auftrag vom Herrscher. Dieser weist an, das sie sich auf die Suche machen sollen, nach den verschollenen Rettungskapseln und der geheimen Festung. (war irgendwie klar)
So und schon beginnt die Suche bei den verlorenen Sternen und man landet auf einem Planeten, genauer an einem schönen Strand am Meer. Hier wird „Stella Star“ und „Elle“ von zwar schönen aber aggressiven Amazonen überrascht, die von der Amazonen Königin (Nadia Cassini) geführt werden. „Stella Star“ zögert nicht lange und bietet ein paar Karate einlagen im Bikini. Beide konnten sich auch aus dieser Situation befreien und türmen durch einen leuchtend roten Korridor ins Freie. Doch hier wartet die „Wächterin“ die durch die Amazonen Königin erweckt wurde, durch grüne leucht Blitze aus den Augen. Bei der „Wächterin“ handelt es sich um eine Riesen Gestalt, die aussieht als hätte man alte Konservendosen plattgedrückt und an ihr befestigt. Ach ja ein tolles Schwert hat sie auch noch. So nun landet wieder der Raumgleiter schießt Laserstrahlen auf die Wächterin ab und in einem Atemzug ist man wieder im Weltall zwischen all den bunten Sternen und ballert wild umher.
Bilder von "Star Crash - Sterne im Duell"

© 1978 Nat and Patrick Wachsberger Productions − Alle Rechte vorbehalten.

Toll, nun ist man mal wieder gelandet, dieses mal auf einem „Eisplaneten“. Während „Stella Star“ und „Elle“ auf Erkundungstour durch die Schneewüste gehen, wechselt „Thor“ derweilen die Fronten. Vom Polizeichef macht er sich zum dunklen Prinzen und schließt sich dem Feind und Bösewicht „Graf Zarth Arn“ (Joe Spinell – bekannt von Maniac) an. Dieser Halunke lässt die beiden nicht mehr zurück ins Schiff, obwohl die Sonne untergeht. Das ist aber gemein, na ja so legen sich „Stella Star“ und „Elle“ eben in den Schnee und frieren sich halt mal so ein. In der Zeit ist der zuvor von „Thor“ überwältigte „Akton“ wieder zum Leben erweckt und besitzt jetzt galaktische Zauberkräfte und tötet „Thor“ damit. Die beiden Tiefkühlkörper rettet er natürlich ordnungsgemäß.
So nun wieder in den Weltraum neuen Planeten suchen, landen und wieder die mittlerweile aufgetauten Helden beim Erkunden. Dritte Raumkapsel gefunden in einem Krater in einer Steinwüste, doch hier werden sie überrascht von Wurzelmännern oder Trollen die „Elle“ zerkloppen und „Stella Star“ gefangen nehmen, doch Rettung naht auch hier. Denn ein mysteriöser Raumfahrer der strahlen aus seinen Augen verschießt rettet sie und vertreibt die Wurzelmänner aus den Höhlen. Dieser Raumfahrer entpuppt sich als „Simon“ (David Hasselhoff) ja richtig gelesen, es handelt sich tatsächlich um den späteren Superstar mit seinem Wunderauto.
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© 1978 Nat and Patrick Wachsberger Productions − Alle Rechte vorbehalten.

Gut, zu dritt hat man jetzt das Innere des Planeten gefunden, wo die Basiszentrale des Bösewichts ist. Nach einer Bewunderung der Apparaturen und drohenden Worten von „Graf Zarth Arn“ fuchtelt „Akton“ mit nem Laserschwert rum und kämpft gegen Konservendosenroboter. Doch seine Mission ist vorbei und er löst sich in einen Energieschatten auf. Jetzt das große Wiedersehen der Herrscher ist gekommen, der „Simons“ Vater ist. Dieser hält erst mal locker mit ein Paar Worten die Zeit an, sodass sie die Planeten Explosion umgehen können.
Nun Final Fight! Wild zucken jetzt Laserstrahlen zwitschernd durch die Gegend. Der Kampf gegen die Raumstation hat begonnen. Die sieht aus wie eine „Hand“. Alles blinkt und pufft. Bösewicht will jetzt seine „Untergangsmaschine“ einsetzen, doch die Gegenwehr mit „Star Crash“ die schwimmende Stadt kommt in dem Sie auf Kollisionskurs geht und nun was für ein Spektakel peng, zisch und knall und jede Menge Funken. Explodiert! Abschließende Worte und das war es.
Also ne, das ist kein Film mehr, sondern ein LSD Trip fürs Auge. Das ist der kitschigste und bekloppteste Science-Fiction Film, den ich je gesehen habe. Die Kulissen blinken und leuchten da in allen möglichen Farben und Formen lustig vor sich hin. Das ist echt Trash pur. Raumschiffe und Bauten könnten von Lego oder Playmobil stammen. Die Beleuchtung erinnert an 70er Flotty Disco Night im hintersten Dorf, neben der Laterne und Kreaturen sehen aus, wie alte Konservendosenkunst mit Eierkartons mit Aluminiumfolie um klebt. Waffen sind abmontierte Bügeleisengriffe usw. Ich krieg mich gar nicht mehr ein, das Ganze wirkt so lächerlich das Es total reizvoll ist weiter zu schauen.
Die Story ist kurios, die Dialoge eine Katastrophe und die Schauspieler in den Rollen Theaterreif. Unbeholfener geht es nicht. – Das hat was! Der Film ist so schlecht, dass er wieder gut ist. Nur deshalb habe ich den Film so hoch bewertet, der eigentlich 1 Punkt nur wert ist. Es ist die billige Atmosphäre, die hier Spaß macht und für den Trash Faktor sorgt.
Langeweile kommt nicht auf, die hätte bei diesem rasanten Tempo auch keine Chance.
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© 1978 Nat and Patrick Wachsberger Productions − Alle Rechte vorbehalten.

Was ist das jetzt für ein Film den uns Regisseur „Luigi Cozzi“ hier präsentiert? Soll man das ernst nehmen? Soll das ein Kunstwerk sein? Ist das einfach nur scheiße? Oder eine Art Märchen? Ich denke man sollte sich darauf einigen das Es sich bei „Star Crash“ um „Science-Fiction-Trash“ handelt.
Für einen klassischen Science-Fiction ist er zu schlecht, daher ist die Bezeichnung „Science-Fiction-Trash“ absolut passend. Nein im Ernst, das, was den Film ausmacht, sind die kitschigen aber fantasievollen Kulissen und die durchgeknallte Atmosphäre. Da kann der Film und nur da kann er Punkten.
Fazit:
Nur etwas für absolute HARDCORE Trash Fans, alle anderen sollten einen weiten Bogen um den Film machen. Ich bewerte diesen leuchtenden bunten Film, der eine TRASHBOMBE ist, mit der höchsten Punktzahl, da ich so etwas vorher noch nie gesehen habe und ich dabei gut abgefeiert habe. (Zsolt)


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